"Wenn es einen GOTT gibt, warum lässt er so viel Leid zu?"

(theologische und philosophische Fragen)
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Nepomuk Kaiser
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"Wenn es einen GOTT gibt, warum lässt er so viel Leid zu?"

Beitragvon Nepomuk Kaiser » 03.09.2017, 15:21

Werte Herren,
immer wieder entgegnen uns Atheisten mit folgender Frage, wenn es um unseren Glauben geht:

"Wenn es einen GOTT gibt, warum lässt er so viel Leid zu?"

Wenn jene Idioten einmal einen Blick in die Bibel werfen würden, wüssten sie bereits die Antwort darauf:
In jenen Tagen begann Jesus, seinen Jüngern zu erklären, er müsse nach Jerusalem gehen und von den Ältesten, den Hohenpriestern und den Schriftgelehrten vieles erleiden; er werde getötet werden, aber am dritten Tag werde er auferstehen. Da nahm ihn Petrus beiseite und machte ihm Vorwürfe; er sagte: Das soll Gott verhüten, Herr! Das darf nicht geschehen! Jesus aber wandte sich um und sagte zu Petrus: Weg mit dir, Satan, geh mir aus den Augen! Du willst mich zu Fall bringen; denn du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen. Darauf sagte Jesus zu seinen Jüngern: Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach. Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, wird es gewinnen. Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sein Leben einbüßt? Um welchen Preis kann ein Mensch sein Leben zurückkaufen? Der Menschensohn wird mit seinen Engeln in der Hoheit seines Vaters kommen und jedem Menschen vergelten, wie es seine Taten verdienen. - Mt 16,21-27

Ob der Dummheit der Atheisten weinend,
Nepomuk Kaiser

Amen,
Herbert Dettmann
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Re: "Wenn es einen GOTT gibt, warum lässt er so viel Leid zu?"

Beitragvon Wilhelm zu Reckendorf » 04.09.2017, 23:50

Werter Herr Kaiser,
auf das Theodizeeproblem gibt es vielerlei Antworten:
„Wenn es Gott gibt, woher kommt das Böse? Doch woher kommt das Gute, wenn es ihn nicht gibt.“
Boethius (cons. I 4p, 100f)

„ Es ist der Irrtum derer auszuschließen, die aus den Übeln der Welt folgern, daß Gott nicht ist. … Sie fragen: Wenn Gott ist, woher dann das Übel? Aber man muß sagen: Wenn es das Übel gibt, dann gibt es Gott. Denn das Übel wäre nicht, wenn die Ordnung des Guten nicht bestünde, dessen Beraubung das Übel ist. Diese Ordnung wäre aber nicht, wenn Gott nicht wäre.“
Thomas von Aquin, Summa contra Gentiles III, 71

„Es ist nur eine Welt möglich, eine durchaus gute. Alles, was in der Welt sich ereignet, dient zur Verbesserung und Bildung des Menschen und vermittels dieser zur Herbeiführung ihres irdischen Zieles. Dieser höhere Weltplan ist es, was wir Natur nennen, wenn wir sagen: Die Natur führet den Menschen durch Mangel zum Fleiße, durch die Drangsale ihrer unaufhörlichen Kriege zum endlichen ewigen Frieden. Dein Wille, Unendlicher, deine Vorsehung allen ist diese höhere Natur.“
Johann Gottlieb Fichte, Die Bestimmung des Menschen, Berlin 1800, S. 147

„Wenn kein Gott ist, dann gibt es – letztlich – kein Gutes. Nicht in der Zukunft für die Zu-kurz-Gekommenen, Erniedrigten, Beleidigten; erst recht nicht für die Henker – oder auch tatenloser Genießer. Von dorther aber auch nicht ernstlich im Heute. Glück wäre dann nur auf Grund von Wegsehen, Vergessen, denkbar.
Jörg Splett, 1996, Denken vor Gott, Frankfurt 1996, S. 309

„Leiden, Schuld und Tränen schreien nach realer Überwindung des Übels. Daher ermöglicht erst die Einheit von Schöpfung und Erlösung im Horizont der Eschatologie eine haltbare Antwort auf die Frage der Theodizee, die Frage nach der Gerechtigkeit Gottes in seinen Werken. Genauer gesagt, es ist allein Gott selbst, der eine wirklich befreiende Antwort auf diese Frage zu geben vermag, und er gibt sie durch die Geschichte seines Handelns in der Welt und insbesondere durch dessen Vollendung mit der Aufrichtung seines Reiches in der Schöpfung. Solange die Welt isoliert im Blick auf ihre unvollendete und unerlöste Gegenwart einerseits, unter dem Gesichtspunkt ihres anfänglichen Hervorgangs aus den Händen des Schöpfers andererseits, betrachtet wird, bleibt die Tatsache des Bösen und des Übels in der Schöpfung ein auswegloses Rätsel.“
Wolfhart Pannenberg, Schöpfungsglaube und Theodizee, in „Systematische Theologe“ Bd. 2, Göttingen 1991, S. 193
Doch eins ist klar: Ein Widerspruch zwischen der Existenz Gottes und dem Leid der Erdscheibe hat nie existiert, im Gegenteil, das Leid beweist praktisch die Existenz des HERRn.
Hinweisend,
Wilhelm zu Reckendorf
Du aber rede, wie sich's ziemt nach der heilsamen Lehre:
den alten Weibern desgleichen, daß sie sich halten wie den Heiligen ziemt, nicht Lästerinnen seien, nicht Weinsäuferinnen, gute Lehrerinnen; daß sie die jungen Weiber lehren züchtig sein, ihre Männer lieben, Kinder lieben, sittig sein, keusch, häuslich, gütig, ihren Männern untertan, auf daß nicht das Wort Gottes verlästert werde.

k1 Titus 2 k1

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Re: "Wenn es einen GOTT gibt, warum lässt er so viel Leid zu?"

Beitragvon Heinrich Hantelbank » 05.09.2017, 00:58

Gemeinde.
Als Adam hätte ich die Schlange gewählt und den Apfel sammt Kitsche verschlungen.
Besser, als das Weib mitzunehmen und somit die Hölle auf Erden zu erleben!
Man muss aus den Versen auch mal die Wahrheit extrahieren, verdammt noch mal!

Glücklich,
Hantelbank

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Re: "Wenn es einen GOTT gibt, warum lässt er so viel Leid zu?"

Beitragvon Nepomuk Kaiser » 05.09.2017, 21:00

Herr Hantelbank,
der Konjunktiv spielt in der Bibel keine Rolle, es zählt nur die Realität. Die Hölle erlebt man demnach dann, wenn das irdische Dasein endet und man kein guter Christ war.

Aufklärend,
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Re: "Wenn es einen GOTT gibt, warum lässt er so viel Leid zu?"

Beitragvon Heinrich Hantelbank » 12.09.2017, 00:34

Gemeinde.
Wahrscheinlich liegt diese Frage der Atheisten darin begründet, dass diese keine Struktur im Leben haben.
Jemand, der kein Ziel vor Augen hat und nur vor sich dahinvegetiert, der neigt natürlich dazu, sein eigenes Leben und
das der anderen zur Hölle zu machen.
Das Bündnis "Ehe" ist so eine Institution. Erst, wer einmal verheiratet war, weiß ja was es heisst zu hassen.
Deshalb verschulden sich Atheisten auch ständig: Sie brauchen diese Konflikte einfach, um ihrem elenden
Dasein einen Inhalt zu geben.
Dabei ist der Gang zur Kirche doch viel kürzer als der Gang zum Amtsgericht...

Hantelbank

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Re: "Wenn es einen GOTT gibt, warum lässt er so viel Leid zu?"

Beitragvon Hans Gurtner » 26.11.2017, 18:05

Werte Christen, werte Herren.

Warum der HERR soviel Leid geschehen lässt ?
Ich muss gestehen, dass ich als frommer braver Christenmensch niemals gewagt hätte, mir selbst diese Frage zu stellen.
Mein Herr Vater hat mich dahingehend erzogen, niemals Fragen zu stellen, sondern ohne selbst zu denken, den Glauben zu leben.
Mein Herr Vater predigte ständig, dass man niemals etwas hinterfragen sollte, da der HERR schon wisse, was er da mache.
Nun eine Frage an die werten Herren. Tat mein Herr Vater Recht mit seiner Behauptung ?

Um Antwort bittend, und das Abendgebet sprechend Hans Gurtner.
:Bibel

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Re: "Wenn es einen GOTT gibt, warum lässt er so viel Leid zu?"

Beitragvon Nepomuk Kaiser » 28.11.2017, 14:59

Werter Herr Gurtner,
Ihr Herr Vater hatte in der Tat recht. Wir niedriges Menschengewürm können schlichtweg nicht begreifen, welche edlen Motive sich hinter den Taten des HERRn verbergen. Daher ist es nicht nur eine Sünde, sondern auch komplett zwecklos, die Bibel oder den HERRn zu hinterfragen.

Bestätigend,
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Re: "Wenn es einen GOTT gibt, warum lässt er so viel Leid zu?"

Beitragvon Hans Gurtner » 29.11.2017, 20:14

Geehrter Herr Kaiser.

Mit Tränen der Glückseligkeit, und einem Gefühl des unbeschreiblichen Glückes, vernahm ich Ihre werte Kunde werter Herr Kaiser.
In Demut mein Abendgebet sprechend, und die Herren mit ein schließend Hans Gurtner.

Wer seine Zunge hütet, bewahrt sein Leben;
wer aber mit seinem Maul herausfährt, über den kommt Verderben. Lukas 19: 6
:Bibel


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