Formulierungen und was daraus werden kann

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Salvatore
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Formulierungen und was daraus werden kann

Beitragvon Salvatore » 05.09.2016, 19:31

Werte Gemeinde, sehr geehrte Administratoren und Moderatoren

Mir scheint, daß ich einen neuen Faden aufmachen muß, um einige Dinge zur Sprache zu bringen, welche mir hier in den Beiträgen aufgefallen sind.
Ich denke, daß hier ein Klärungsbedarf besteht.
Im Faden „Die Krankheit Legastemie“ habe ich ja Beiträge zur Rechtschreibung geschrieben.
viewtopic.php?f=16&t=521&start=20
und
viewtopic.php?f=16&t=521&start=30
Jedoch bleibt, auch wenn jemand die Rechtschreibung perfekt beherrscht, manches unverständlich, denn entweder mangelt es an der Ausdrucksweise oder es wird bewusst irregeführt.
Ich möchte hier ein Beispiel geben.
In einem deutschen Schulbuch für die Mittelschule standen über die Kaiserin Maria Theresia folgende Sätze: „Die große Gegenspielerin Friedrichs II. war eine Frau von heiterem Wesen, eine tiefgläubige Christin und Mutter von 16 Kindern. Am liebsten hätte sich Maria Theresia ganz ihrer Familie gewidmet, aber ihre Stellung als Herrscherin zwang sie in die Bahnen der großen Politik... Ihrer Energie war es zu danken, daß der habsburgische Besitz durch den Österreichischen Erbfolgekrieg hindurch gerettet wurde. Tapferen Herzens hatte die 23jährige Fürstin den Kampf um das habsburgische Erbe aufgenommen und es zeitweise gegen überlegene Mächte verteidigt... Sie kämpfte wie ein Mann und wusste ihre Getreuen mit der gleichen Zuversicht zu erfüllen. Wohl musste sie sich schließlich schweren Herzens mit dem Verlust Schlesiens abfinden; aber sie blieb trotzdem aufrecht und ging unverzagt an den Wiederaufbau des Staates.“
Wenn man sich diesen Text genau anschaut, bekommt man den Eindruck, Maria Theresia hätte allein gegen die preußische Armee gekämpft und wäre schließlich, da sie ja allein war, unterlegen gewesen. Auch geht aus den Worten hervor, daß sie wohl Schlesien als ihr Privateigentum ansah, das sie nun verloren hatte. Ich jedenfalls komme mir vor wie in einer Slapstick-Kommödie aus der Stummfilmzeit, wenn ich mir bildlich vorstelle, wie die österreichische Feudalkaiserin, behindert auch noch durch knöchellange Röcke, als Flintenweib oder meinetwegen auch mit dem Nudelholz, auf das preußische Heer losgegangen ist. Anschließend hat sie dann, wie weiland die Trümmerfrauen 1945, Österreich alleine Stein für Stein wieder aufgebaut.
Was ich damit zum Ausdruck bringen möchte, ist, daß es, ohne die Wahrheit offiziell zu verdrehen, möglich ist, unabhängig von Rechtschreibung und Grammatik, durch entsprechend gewählte Formulierungen Tatsachen bis ins Gegenteil zu verdrehen, wenn eben diese Tatsachen durch ein Mahlwerk subtil dosierter Unverschämtheiten gequetscht werden.
Es ist mir immer wieder aufgefallen, das sich Mitglieder hier im Brett etwas unglücklich ausgedrückt haben und Ihr Beitrag deshalb völlig missverstanden wurde.
Nun ist ja nicht jedes Mitglied so sprachgewandt wie ein Germanistikprofessor.
Jedoch denke ich, es wäre durchaus sinnvoll, wenn sich jeder und jede Gedanken machen würde, wie er sein Anliegen, seinen Kommentar oder was auch immer, so ausformuliert daß es nicht missverstanden werden kann, bevor es schriftlich niedergelegt wird.

Vorschlagend
Salvatore

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Re: Formulierungen und was daraus werden kann

Beitragvon Die schöne Pilotin » 05.09.2016, 22:40

Werter Herr Salvatore,
das Verdrehen von Formulierungen ist in den Medien und der Politik mittlerweile
gang und gäbe.
Ich bin sicher keine Anhängerin der AFD, aber um ein aktuelles Beispiel zu nennen:
Gesetzlich ist es so zu lesen, das illegale Grenzübertretungen notfalls auch mit Waffengewalt zu verhindern sind.

Dieses Gesetz hat Frau Petry in einem Gespräch mit einem Reporter zitiert.
Daraus haben Politik und Medien dann folgendes gemacht:
"Frau Petry will auf Kinder schießen lassen."

Das ist mittlerweile Alltag und wird mittlerweile auch in Firmen sowie im Privatbereich praktiziert,
um jemanden zu diskreditieren.

Ulli in FL 310

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Re: Formulierungen und was daraus werden kann

Beitragvon Fräulein Schickse » 15.09.2016, 14:21

Jedoch denke ich, es wäre durchaus sinnvoll, wenn sich jeder und jede Gedanken machen würde, wie er sein Anliegen, seinen Kommentar oder was auch immer, so ausformuliert daß es nicht missverstanden werden kann, bevor es schriftlich niedergelegt wird.
Grüss Gott!

Ihren literarischen Ergüssen in diesem Faden zu Folge ergibt sich die frage, sind Sie DIESER Herr Salvatore:

Bild

Marie

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Re: Formulierungen und was daraus werden kann

Beitragvon Eine Autorin » 15.09.2016, 14:28

Fräulein Schickse,

irgendwie wirkt das Bild nicht besonders überzeugend.

Eine Autorin

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Re: Formulierungen und was daraus werden kann

Beitragvon Fräulein Schickse » 15.09.2016, 14:51

Grüss Gott Autorin!

Das Bild passt zu Inhalt und Verfasser des Druckwerkes aus dem Eigenverlag SALVATORE.
Wäre es ein würdiges Buch, hätte ich mich auch nach einem besseren Bild umgesehen.

Ich wollte ja nur wissen, ob der Herr Salvatore, der auf diesem töften Brette seine Halbweisheiten verbreitet, mit dem Verfasse des Buches ident ist.
Seine Beiträge sprechen nämlich dafür!

Marie

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Re: Formulierungen und was daraus werden kann

Beitragvon Salvatore » 15.09.2016, 15:29

Wertes Fräulein Schickes

Leider muss ich Sie enttäuschen. Weder bin ich identisch mit dem Verfasser, noch habe ich einen Eigenverlag.
Meine Interessen sind eher im technischen Umfeld angesiedelt.

Erklärend
Salvatore

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Re: Formulierungen und was daraus werden kann

Beitragvon Eine Autorin » 15.09.2016, 16:06

Werte Frau Schickse,

nun, wenn Sie meinen dass dies wirklich zu dem Herren passt, dann möchte ich Sie in Ihrer Meinung nicht stören.

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Re: Formulierungen und was daraus werden kann

Beitragvon Bernd Bieker » 17.09.2016, 15:56

Werte Gemeinschaft,
um wieder auf das Thema zurückzukommen:

Es gibt jetzt offiziell einen neuen Ausdruck für "Wir schaffen das".
Politiker reden ja gerne Klartext, deshalb wurde dieser Spruch etwas missverstanden..

Ab heute heisst es: "Flexible Solidarität".

Was immer das bedeuten mag: Hauptsache es hört sich schön an.

Mit freundlichen Grüßen,
Bernd Bieker
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Re: Formulierungen und was daraus werden kann

Beitragvon Salvatore » 17.09.2016, 17:01

Werter Herr Bieker, werte Gemeinde

Genau so etwas meinte ich. Deshalb wurde ja auch das unschöne Wort "Wegelagerei" durch den brauchbareren Begriff "Reformen" ersetzt.
Herr Bieker, Sie haben recht, das hört sich schöner an.

Mit freundlichen Grüßen
Salvatore

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Re: Formulierungen und was daraus werden kann

Beitragvon Lazarus Steiner » 17.09.2016, 23:58

Werte Herren,
Sie sagen es. Völlig korrekte Begriffe wie "Weib", "Fräulein", "Putze" oder "Mohr" wurden zugunsten völlig unverständlichen Gefasels gestrichen und ersetzt.
Ein Unding, gegen das zu wehren unser aller Pflicht sein sollte! Helfen Sie alle mit, Deutschland wieder zu einem redlichen Ort der Tugend und des Verstandes zurückzubringen! Zu einem Lande der Dichter und Denker, nicht zu einem Lande der Feministinnen und Vollidioten!
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