Die germanische Ursprache

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Elder Futhark
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Die germanische Ursprache

Beitragvon Elder Futhark » 02.01.2018, 00:45

Werte Gemeinde!

Viele europäische Sprachen (z. B. Deutsch, Englisch, Niederländisch, Dänisch, Schwedisch) stammen von der germanischen Ursprache ab. Auf jene werde ich nachfolgend etwas eingehen, wobei ich hierbei vor allem die Werke des ungarndeutschen Dialektologen Claus Jürgen Hutterer als Quellen heranziehen werde.

Ich werde zunächst einige Zeichen, die manche Leute vielleicht nicht verstehen, erklären:
  • ‘…’ (einfache Anführungszeichen oben) werden in der Linguistik oft für eine semantische Erklärung verwendet, da die Verwendung regulärer Anführungszeichen hier äußerst verwirrend wäre – besonders, wenn das erklärte Wort ebenfalls von deutschen Anführungszeichen umgeben ist.
  • – (Halbgeviertstrich) steht hier für eine etymologische Entsprechung (was aber nicht heißt, dass die Wörter semantisch gleichbedeutend sein müssen!).
  • * kennzeichnet ein rekonstruiertes Wort. In diesem Fall muss man also vorsichtig sein, denn selbstverständlich kann man niemals genau wissen, wie dieses nicht schriftlich belegte Wort lautete – dies weiß allein der HERR. Man darf diese Rekonstruktionen also nur als gut begründete Vermutungen begreifen und muss stets an die Fehlbarkeit der Leute, die die Rekonstruktionen durchführten, denken. Begreift man dies nämlich als Faktum, bedeutet das, einen ähnlich großen Frevel zu begehen, wie diejenigen, die einst den Turm zu Babel erbauten.
  • -> kennzeichnet einen Wandel.

1. Urheimat der Germanen
Die indoeuropäischen Gruppen, aus denen die Germanen hervorgingen, siedelten vermutlich in mitteldeutschen Gebieten, um sich dann ins südliche Skandinavien auszubreiten, wo sich wiederum das Germanentum herausbildete. Zunächst gab es feindliche Auseinandersetzungen mit der dort ansässigen Urbevölkerung. Jedoch fand gegen Ende des 2. Jt. v. Chr. eine Verschmelzung statt. Es ist nicht bekannt, wie stark sie sich auswirkte, aber es ist auf jeden Fall belegt, dass sich ca. ein Drittel der germanischen Lexik nicht aus dem Indoeuropäischen ableiten lässt. Zudem sprechen die starken Veränderungen der germanischen Ursprache gegenüber der indoeuropäischen dafür, dass die Sprache der Urbevölkerung als Substrat aufs Germanische einwirkte. Das Urgermanische war mehr oder weniger einheitlich, da es nur in einem relativ geschlossenen Raum gesprochen wurde. Innerhalb der ersten Hälfte des 1. Jt. v. Chr. breiteten sich die Germanen indes immer weiter gen Süden aus, und um ca. 300 v. Chr. war die einheitliche Sprache mehr oder weniger durch dialektale Auffächerung Geschichte.

2. Lexik
Schnell erkennbar sind indoeuropäische Spuren (z. B. indoeuropäisch *oq- ‘sehen’ -> deutsch »Auge«, altenglisch »eage« (-> »eye«!)). Dennoch weist das Germanische einige Besonderheiten auf.

Im Allgemeinen lässt sich sagen, dass weitgehende semantische Änderungen stattfanden. Aus der indoeuropäischen Wurzel *sek ‘folgen’ wurde althochdeutsch »sehan« ‘sehen’,

Im 2. Jt. v. Chr. war das Germanische Teil des sog. alteuropäischen Sprachkreises. Unter jenem Begriff versteht man die Tatsache, dass verschiedene in Europa verbreitete indoeuropäische Sprachzweige (das Germanische im Norden, das Keltische im Westen und Südwesten, das Italische im Süden, das Illyrische im Südosten, das Baltoslawische im Osten) sich gegenseitig durch sprachliche Übergangsgebiete beeinflussten. Bestimmte Wörter sind den restlichen indoeuropäischen Sprachen unbekannt.
Ein gutes Beispiel ist das Wort »Deutsch«: Es leitet sich vom althochdeutschen »diot« ‘Volk’ ab. Die angelsächsische Entsprechung mit derselben Bedeutung lautet »þeod«, denselben Ursprung haben altirisch »tuath« ‘Volk’, kymrisch »tud« ‘Land’, oskisch »touto« ‘Gemeinschaft’, lettisch »tauta« ‘Volk’, und illyrisch »Teutana« ‘Königin’.
Einige Wörter verbinden nur einen Teil der Sprachzweige. Beispiele wären etwa lateinisch »caput« und deutsch »Haupt« oder auch altirisch »dun« ‘Burg’ und althochdeutsch »zun« ‘Zaun’.
Eine wichtige Gemeinsamkeit der Zweige Illyrisch, Baltoslawisch und Germanisch wäre der Einschub des stimmlosen alveolaren Plosivs [t] in die Konsonantenverbindung -sr.

Vom sog. arktischen Substrat (s. Punkt 1) lassen sich auch zahlreiche Wörter herleiten. Besonders viele dieser innerhalb der indoeuropäischen Sprachfamilie einzigartigen Wörter kommen in folgenden Bereichen vor (mit einigen deutschen Beispielen):
– Schifffahrt: Schiff, Kiel, See, Meer, Boot, Segel, Ruder, Sturm, Ebbe, Steuer, Norden/Süden/Osten/Westen
– Tiere: Karpfen, Aal, Rind, Kalb, Lamm, Bär, Storch
– Gemeinschaft: Ding, Adel, König, Volk, Sache, Knecht, Krieg, Schild, Schwert

Wichtig sind lateinische (z. B. »ceresia« -> deutsch Kirsche, englisch cherry; »planta« -> deutsch Pflanze, englisch plant; »fenestra« -> deutsch Fenster*) und keltische (z. B. gallisch »karro« -> deutsch Karren, englisch car; *rig -> deutsch Reich) Entlehnungen.
* Das englische Wort »window« stammt aus einem anderen Hintergrund. Da in England Fenster meist einfach Öffnungen innerhalb einer Hauswand (ohne Glas) waren, konnte der Wind hineinziehen, wessenthalben Fenster als »Windaugen« bezeichnet wurden. Im Zuge des Großen Vokalwechsels (englisch Great Vowel Shift) entstand jenes Wort.

3. Phonologie
3.1 Germanische Lautverschiebung
Anmerkung: Die folgende Erläuterung baut auf einen vorherigen Artikel meinerseits auf. Als ergänzende Lektüre wäre auch dieser Artikel über die sich später vollziehende althochdeutsche Lautverschiebung empfehlenswert.
Der germanische Konsonantismus unterscheidet sich deutlich von dem anderer indoeuropäischer Sprachzweige. Dies liegt an der germanischen Lautverschiebung, zu deren Entdeckung insbesondere Ramsus Rask, Franz Bopp und Jacob Grimm (daher auch die englische Bezeichnung »Grimm’s law« ‘Grimmsches Gesetz’) beitrugen. Es gibt drei wichtige Vorgänge, die sich vollzogen:
– Stimmlose Plosive wurden zu stimmlosen Frikativen (also p -> f, t -> þ, k -> ch), z. B. lateinisch »pater« – deutsch »Vater«, lateinisch »tres« – englisch »three«, lateinisch »cord-« – deutsch »Herz«.
– Stimmhafte unbehauchte Plosive wurden stimmlos (also b -> p, d -> t, g -> k), z. B. lateinisch »genu« – deutsch »Knie«, lateinisch »decem« – englisch »ten«.
– Stimmhafte behauchte Plosive wurden entweder zu stimmhaften Frikativen oder verloren ihre Behauchung, z. B. altindisch »bhrata(r)« – deutsch »Bruder«, altindisch »nabhas« – altnordisch »nivl« ‘Nebel’.

Eine Ausnahme waren stimmlose Plosive, die das zweite Glied einer Konsonanz bildeten (z. B. deutsch »springen« – englisch »spring« ‘Frühling’). Der Wandel von der Verbindung /sk/ zu /ʃ/ fand durch die spätere Palatalisierung des zweiten Teils der Konsonanz statt. Bestand eine Konsonanz aus zwei Plosiven, war nur der erste betroffen, z. B. lateinisch »octo« – deutsch »acht«.

Die germanische Lautverschiebung begann am Ende des 1. Jt. v. Chr. Es ist jedoch umstritten, wann sie abgeschlossen war. Die Schätzungen reichen von 500 v. Chr. bis 250 v. Chr. Auch sind die Ursachen unbekannt. Die Wahrscheinlichkeit, dass das Substrat sie bewirkte, ist relativ hoch, da ähnliche Entwicklungen auch in anderen Sprachzweigen mit starkem Substrat, so etwa im Tocharischen, belegt sind.

3.2 Vernersches Gesetz
Allerdings: Durch diese Erklärung lassen sich bestimmte Ausnahmen nicht erklären. In manchen Fällen entsprechen stimmlosen Plosiven stimmhafte Frikative. Etwa entspricht dem sanskritischen »sap(t)a« das englische »seven«, nicht etwa »sefen«. Der dänische Linguist Karl Verner fand heraus, dass dies mit der Akzentverlagerung zusammenhängt.
Im Indoeuropäischen war der Akzent frei, im Germanischen liegt er indes normalerweise auf der ersten Silbe.
Es ergab sich folgende Veränderung: Zwischen zwei stimmhaften Lauten wurde der stimmlose Plosiv zu einem stimmhaften Frikativ, wenn ursprünglich der dem Plosiv folgende Laut betont war. Diese Erscheinung bezeichnet man als Vernersches Gesetz, wobei die Bezeichnung »Gesetz« irreführend ist, da es lediglich der Wille des HERRn war.

Da in der indoeuropäischen Ursprache auch verschiedene Formen desselben Verbs unterschiedliche Akzente haben konnten, gab es bei starken Verben vom Vernerschen Gesetz betroffene (Vergangenheitspartizip und Präteritum Plural) und nicht betroffene (Präsens und Präteritum Singular) Formen. Ein Beispiel wäre das Verb »werden«: Die indoeuropäischen Formen »uerto« ‘ich werde’ (-> werþo) und »uorta« ‘ich wurde’ (-> warþa) waren stammbetont und somit nicht betroffen, durchaus betroffen waren jedoch »urtame« ‘wir wurden’ (-> wurðumi) und »urtomos« ‘geworden’ (-> wurðanaz).

Das Vernersche Gesetz gilt aber nicht nur für die durch die Lautverschiebung entstandenen Frikative, sondern auch für den Frikativ [s]. Der stimmhafte alveolare Frikativ [z] wurde jedoch – mit Ausnahme des Gotischen – in allen germanischen Sprachen fast durchgehend zu »r« (Rhotazismus). Das Gegenstück ist also »r«, z. B. deutsch »frieren«, aber »Frost«.

3.3 Germanischer Vokalismus
Im Urindoeuropäischen gab es sogenannte silbische (vokalähnlich gebrauchte) Nasale (/m/ und /n/) und Liquide (/l/ und /r/). Sie werden meist mit einem Kreis unterhalb des Buchstabens gekennzeichnet, z. B. n̥. Anmerkung: Da die typographische Darstellung jener Kreise ohne erweiterte typographische Kenntnisse impossibel ist, werde ich die Kreismarkierung allerdings nicht verwenden. Diese wurden durch das Phonem /u/ ersetzt, z. B. urindoeuropäisch *kmtom – althochdeutsch »hunt« ‘hundert’.

Indoeuropäisch /o/ und /a/ wurden zu /a/ (z. B. urindoeuropäisch *agros – deutsch »Acker«, urindoeuropäisch *okto – deutsch »acht«). Indes wurden sie in langer Form (in der folgenden Erläuterung werden lange Vokale durch Makrons gekennzeichnet) zu /ō/ (z. B. lateinisch »māter« – englisch »mother«). Die Diphthonge /oi/ und /ou/ fielen mit /ai/ und /au/ zusammen (z. B. urindoeuropäisch *oinos – deutsch »eins«), der Diphthong /ei/ wurde monophthongiert.

Der erste Teil der urindoeuropäischen Konsonanz *nkj (Anmerkung: »kj« dient hier zur Kennzeichnung eines palatalisierten k. Diese Verwendung ist nicht offiziell gültig.) verschwand. In Folge des Nasalschwundes wurde der vorherige Vokal gedehnt. So entstanden die Formen eines Teils der gemischten Verben (z. B. bringen – brachte, denken – dachte).

Die urindoeuropäischen Auslaute wurden im Germanischen drastisch reduziert.
Im Auslaut wurde z. B. /m/ zu /n/. Dieses /n/ blieb in einsilbigen Wörtern nach Kurzvokalen erhalten (z. B. urindoeuropäisch *quom – altlateinisch »quom« ‘und’ – deutsch »wann«), schwand jedoch nach langen Vokalen (z. B. urindoeuropäisch *tām ‘diese’ [Akkusativ Plural] – gotisch »þo«).
Dentale Plosive schwanden im Auslaut (z. B. urindoeuropäisch *nepot ‘Enkel’– althochdeutsch »nefo« ‘Neffe’), wobei einsilbige Wörter eine Ausnahme bildeten (z. B. lateinisch »ad« ‘zu, an, bei’ – englisch ‘at’).
Im Vokalismus verschwand germanisch /a/ im Auslaut (z. B. griechisch »οιδα« ‘ich sehe’ – althochdeutsch »weiʒ« ‘ich weiß’), dasselbe gilt für germanisch /i/, /u/ und /e/ (z. B. germanisch *hananu ‘Hahn’ – althochdeutsch »hanon«). Somit verschwanden alle kurzen Vokale im Auslaut. Lange Vokale im Auslaut wurden indes gekürzt.
Auslautende Diphthonge wurden reduziert. Langdiphthonge waren schon lange zuvor mit Kurzdiphthongen zusammengefallen.

4. Grammatik und Morphologie
Im Germanischen wurde die grammatikalische Struktur meist stark vereinfacht. So blieb der Dual im Allgemeinen nur in der ersten und zweiten Person der Personalpronomina erhalten, ansonsten fiel er mit dem Plural zusammen. Heute ist er in den germanischen Sprachen nur noch in Spuren vorhanden.
Die urindoeuropäischen sieben Kasus (Nominativ, Akkusativ, Instrumentalis, Dativ, Ablativ, Genitiv, Lokalis) wurden auf vier reduziert, ebenso schwand der Vokativ, der jedoch eher als eigenständige Form denn als Kasus zu betrachten ist, da er in keiner Beziehung zum Satzgefüge steht.
Die Deklinationsklassen wurden umgruppiert: Die häufigeren Deklinationen sogen die selteneren zunehmend auf. Bei Maskulina und Neutra war die indoeuropäische o-Klasse (o-Deklination im Lateinischen, a-Klasse im Germanischen), bei Feminina die indoeuropäische ā-Klasse (a-Deklination im Lateinischen, ō-Klasse im Germanischen) die stärkste. Die i-Klasse, die u-Klasse und die n-Klasse, die wir heute noch im Sanskrit finden, verschwanden indes.
Das Adjektiv wurde, wie im Urindoeuropäischen und im Lateinischen, ursprünglich mit einem vokalischen Suffix gebildet (Maskulinum und Neutrum »o«, Femininum »a«). Dies blieb jedoch nicht lange so. Spezifisch germanisch sind außerdem die Nebenformen auf -n, die Jacob Grimm als »schwache Deklination« bezeichnete. Auch heute werden im Deutschen die Deklinationsklassen stark (ohne Artikel, z. B. großer Kirchturm), schwach (mit bestimmtem Artikel, z. B. der große Kirchturm) und gemischt (mit ein/kein, Possessivpronomen o. Ä., z. B. ein großer Kirchturm) unterschieden.
Die Pronomina entsprechen im Wesentlichen den urindoeuropäischen (bis auf den Dualis).

Ursprünglich waren im Germanischen nur noch zwei Tempora vorhanden, nämlich Präsens und Präteritum (wobei das Präteritum dem indoeuropäischen Perfekt entsprach). Das Futur wurde durch das Präsens ausgedrückt. Später kamen auch zusammengesetzte Formen auf.
Es gab nur noch drei Modi, nämlich Indikativ, Imperativ und Optativ (der den urindoeuropäischen Konjunktiv verdrängt hatte).
Weiters ist das Urgermanische durch das Fehlen des Passivs gekennzeichnet. Auch das urindoeuropäische Medium erhielt sich nur vereinzelt im Gotischen und Altenglischen, und das in passivischer Funktion. Das Passiv kehrte später durch verschiedene Umschreibungen zurück.
Die Pluralformen fielen in den ingwäonischen (= nordseegermanischen) Sprachen und im Altsächsischen komplett zusammen, was im Althochdeutschen jedoch nicht der Fall war.
Zudem wurde der Infinitiv auf andere Art als im Urindoeuropäischen gebildet (»-an« statt »-re«).



Die sanskritischen Deklinationen lernend
Elder Futhark
Dann aber will ich den Völkern reine Lippen geben, dass sie alle des HERRN Namen anrufen sollen und ihm einträchtig dienen.
(Zephania 3, 9)
Ich erlaube aber einem Weibe nicht, zu lehren, noch über den Mann zu herrschen, sondern still zu sein, denn Adam wurde zuerst gebildet, danach Eva.
(1. Timotheus 2, 12–13)

»Das Christentum hat für alle Lebenslagen und -fragen die Antworten, die menschengerecht sind, […] die eine lebenswerte Zukunft garantieren.«
– Rudolf Gehring, CPÖ-Spitzenkandidat

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Re: Die germanische Ursprache

Beitragvon FroheBotschaft » 02.01.2018, 14:54

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Re: Die germanische Ursprache

Beitragvon Schnake » 03.01.2018, 00:17

Liebe Frau Futhark,
es hätte noch ein bisschen ausführlicher sein können, aber alles in allem kann ich alles Geschriebene unterschreiben.
.. Aus der indoeuropäischen Wurzel *sek ‘folgen’ wurde althochdeutsch »sehan« ‘sehen’..
Genau daran bin ich bei einer Klausur gescheitert, weil der Professor darauf bestand, es handele sich um
eine Postrumänische Flexion des Ausspruchs politie calare, was natürlich nicht stimmen kann.

Endlich mal ein Forum, wo man sich sachlich in schulischen Fragen unterhalten kann!
Werde ich auf jeden Fall weiterempfehlen!

Liebe Grüße,
Lucky

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Re: Die germanische Ursprache

Beitragvon Elder Futhark » 08.01.2018, 21:41

Werte Frau Schnake!
[E]s hätte noch ein bisschen ausführlicher sein können[…].
Selbstverständlich habe ich wichtige Aspekte (etwa die germanischen Ablautreihen) völlig weggelassen, damit dieser kurze einführende Artikel für Anfänger übersichtlich bleibt.
Genau daran bin ich bei einer Klausur gescheitert, weil der Professor darauf bestand, es handele sich um eine Postrumänische Flexion des Ausspruchs politie calare, was natürlich nicht stimmen kann.
Worauf beziehen Sie sich genau? Auf die Wurzel *sek? Hierzu ist anzumerken, dass sie aufgrund typographischer Probleme nicht richtig dargestellt wurde. Wenn Sie an indoeuropäischen Wurzeln interessiert sind, empfehle ich folgende Seite: Appendix für indoeuropäische Wurzeln (in englischer Sprache).

Hier muss ich allerdings auch fragen: Studieren Sie etwa? Was soll Ihnen das als Weib bringen? Sie sorgen lediglich durch die GOTTgewollte Dummheit des Weibes dafür, dass das Niveau an Universitäten immer weiter sinkt, wird doch in der heutigen Pädagogik primär (unsinnigerweise) davon ausgegangen, dass die Lehrperson sich den Studenten anpassen müsse.
Ich werde jedenfalls sicherlich nicht studieren.

Freundlich antwortend
Elder Futhark
Dann aber will ich den Völkern reine Lippen geben, dass sie alle des HERRN Namen anrufen sollen und ihm einträchtig dienen.
(Zephania 3, 9)
Ich erlaube aber einem Weibe nicht, zu lehren, noch über den Mann zu herrschen, sondern still zu sein, denn Adam wurde zuerst gebildet, danach Eva.
(1. Timotheus 2, 12–13)

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– Rudolf Gehring, CPÖ-Spitzenkandidat


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