(Un-)Redlichkeit der Wahrscheinlichkeitsrechnung

(Mathematik, Physik, Chemie, Biologie etc.)
Manuel Zuchtmann
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(Un-)Redlichkeit der Wahrscheinlichkeitsrechnung

Beitragvon Manuel Zuchtmann » 19.02.2017, 13:31

Werte Gemeinde,
liebe Jugendliche

Im Rahmen meiner Darlegung mathematischer Themen aus christlicher Sicht möchte ich mich heute zur Wahrscheinlichkeits-
rechnung (WR) äussern. Dies ist ein sehr schwieriges und heikles Thema.

Die WR handelt von sogenannten Zufallsexperimenten, also geregelten Abläufen, bei denen man das Ergebnis nicht voraussagen
kann. Ein Beispiel ist das Werfen eines Würfels. Niemand weiss vorher, wie der Würfel fallen wird, also sagt man, dass das
Resultat zufälig ist.

Aber gibt es den Zufall überhaupt? Die Antwort ist natürlich nein! Denn es liegt alles immer in der Hand des HERRn. Dass wir
SEINE Ratschlüsse nicht ergründen können, ändert nichts daran, dass ER alles bestimmt. In der Bibel kommen ja auch
Losentscheide vor. Hier nur ein Beispiel: Apg. 1,26:
Und sie legten Lose für sie ein, und das Los fiel auf Matthias, und er wurde den elf Aposteln zugesellt.
Es ist völlig klar, dass der HERR Matthias zum Apostel bestimmt hat, von "Zufall" keine Rede.

So erscheint die WR als höchst unredliche, ja ketzerische Theorie, die glaubt, die Ratschlüsse des HERRN entschlüsseln zu können.

Die Sache ist aber nicht so einfach. Begründet wurde die WR von dem französischem Mathematiker und Philosoph Blaise
Pascale (1623 - 1662), der ein keuscher Christ war. Er beobachtete in der Tat gewisse Gesetzmäsigkeiten, die auftreten, wenn
man Zufallsexperimente oft wiederholt. Beispielsweise wird ein guter Würfel, also einer, der nicht von Hexen "bearbeitet" worden
ist, auf die Dauer jede der sechs Zahlen etwa gleich oft zeigen. Diese Tatsache bestätigt sich immer wieder, wenn man das ausprobiert.

Also scheint es doch eine Art Gesetzmässigkeit zu geben. Man kann das mit den physikalischen "Gesetzen" vergleichen. Auch
diese bestätigen sich im Experiment immer wieder. Dieser scheinbare Widerspruch löst sich ganz einfach auf: Solche "Gesetze" stammen vom HERRN und sie gelten genau solange und in dem Umfang, wie der HERR es will.
In diesem Sinne, aber nur in diesem, darf sich ein keuscher, gefestigter Christ auch mit WR beschäftigen.

Das ist aber ein gefährliches Gebiet. Man ist immer nahe bei der Ketzerei, nämlich, wenn man sich anmasst, dabei dem
HERRN "in die Karten schauen" zu können. Besonders übel ist es, wenn man versucht, mit Hilfe der WR in die Zukunft zu sehen.
Das ist Wahrsagerei, also Satanismus.

Die WR ist also nicht grundsätzlich unredlich, aber wirklich nur für keusche Christen ab etwa vierzig Jahren geeignet.
Ein mir persönlich bekannter Inquisitor hat es so formuliert: "Ich schicke niemanden auf den Scheiterhaufen, nur weil er sich
mit WR beschäftigt, aber ich behalte ihn genau im Auge."

Liebe Jugendliche, Ihnen rate ich, die Finger von der WR zu lassen. Das ist wirklich nicht geeignet für Sie.
Wenn Sie es aber tun müssen, etwa im Rahmen einer Ausbildung, treffen Sie unbedingt folgende Vorsichtsmassnahmen:
1. Flehen Sie vorher den HERRN im Gebet an, Sie vor Ketzerei zu bewahren.
2. Gehen Sie nachher zur Beichte.
3. Bitten Sie Ihren Vormund um eine zusätzliche liebevolle Züchtigung.

Zögern Sie nicht, sich bei Fragen oder Problemen an mich zu wenden.

mit grossem Ernst warnend,
Manuel Zuchtmann

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Re: (Un-)Redlichkeit der Wahrscheinlichkeitsrechnung

Beitragvon Falk Krämer » 19.02.2017, 16:43

Werter Herr Zuchtmann,
somit würden Sie allen Jugendlichen von einem BWL-Studium abraten, wenn ich das richtig verstehe.
Ein sehr löblicher Ansatz, das muss ich schon sagen.
So könnte man auf langfristiger Sicht den Glaskugelbesitzern, Knochenwerfern und Aktienanalysten das
Handwerk legen.

Auf eine bessere Welt hoffend,
Falk Krämer

Manuel Zuchtmann
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Re: (Un-)Redlichkeit der Wahrscheinlichkeitsrechnung

Beitragvon Manuel Zuchtmann » 19.02.2017, 18:47

Werter Herr Krämer

Vollkommen richtig! Denn für ein BWL - Studium muss man WR (Statistik!) betreiben. Dasselbe gilt übrigens auch für alle
sogenannten Sozialissenschaften, die sehr unlöblich sind.
Wenn ein Jugendlicher aber ein solches Sudium ergreift, dann ist es unabdingbar, dass er die von mir empfohlenen Vorsichtsmassnahmen
ergreift.

zustimmend,
Manuel Zuchtmann

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Re: (Un-)Redlichkeit der Wahrscheinlichkeitsrechnung

Beitragvon Lazarus Steiner » 19.02.2017, 19:57

Werter Herr Zuchtmann,
Ihre löbliche Argumentation unterstützt ebenfalls unsere Ansicht, dass kommerzielles Glücksspiel unterbunden und das Geld besser der Kirche gespendet werden müsste.
Jes 65,11 Ihr aber seid es, die Jehova verlassen, die meinen heiligen Berg vergessen, die für den Gott des ‚Glücks‘ einen Tisch herrichten und die für den Gott des ‚Schicksals‘ gemischten Wein einfüllen. 12 Und ich will euch für das Schwert bestimmen, und ihr werdet euch alle niederbeugen, um geschlachtet zu werden, darum, daß ich rief, ihr aber nicht antwortetet, ich redete, ihr aber nicht hörtet; und ihr tatet ständig, was böse war in meinen Augen, und ihr erwähltet das, woran ich kein Gefallen hatte.“
Dem HERRN sein Schicksal anvertrauend,
Herr Steiner
Denn ihr kennt die Gnade unseres Herrn Jesus Christus:
obwohl er reich ist, wurde er doch arm um euretwillen, damit ihr durch seine Armut reich würdet. (Reinhard Brandt)

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