Redlichkeit der Differentialrechnung

(Mathematik, Physik, Chemie, Biologie etc.)
Manuel Zuchtmann
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Redlichkeit der Differentialrechnung

Beitragvon Manuel Zuchtmann » 11.02.2017, 22:07

Werte Gemeinde,
liebe Jugendliche

Von Herrn Steiner angeregt, behandle ich hier einige mathematische Themen, natürlich vor allem unter christlichen Aspekten.
Vor einigen Tagen habe ich einen Faden über die Redlichkeit der Zahl Pi eröffnet. Dieses Problem liess sich durch Rückgriff auf
die Bibel schnell und eindeutig lösen.

Heute möchte ich die Frage der Redlichkeit der Differentialrechnung (DIR) behandeln. Die DIR gehört zum Stoff der höheren
Schulen. Wer ein Abitur anstrebt, muss sich damit beschäftigen. Aus meiner eigenen Schule weiss ich, dass viele keusche
jugendliche Christen Bedenken über die Redlichkeit der DIR haben. Sie haben Angst, sich zu versündigen, wenn sie sich mit der
DIR beschäftigen. Aus diesem Grunde wende ich mich auch ausdrücklich an unsere jugendlichen Brettmitglieder.

Die DIR wurde durch Sir Isaac Newton (1642 - 1727) und Gottfried Wilhelm Leibniz (1646 - 1716) begründet. Es ist dabei von
"unendlich kleinen Grössen" die Rede. Leider kommt das bei unlöblichen Mathematiklehrern auch heute noch vor!
Das ist in der Tat höchst unredlich, denn "unendlich klein" gibt es in der Welt genau so wenig wie "unendlich gross".
Man sollte sich darüber nicht wundern, denn Newton beschäftigte sich mit Alchemie, war also ein übler Satanist. Leibniz
andrerseits verfasste eine höchst unredliche philosophische Theorie, die sogenannte Monadenlehre.

Die DIR war zu dieser Zeit also eindeutig eine unredliche Theorie, aber sie "funktionierte" in dem Sinne, dass man mit ihrer Hilfe
nun physikalische Probleme lösen konnte, die vorher als unlösbar galten. Das konnte doch eigentlich nicht sein!

Dieses scheinbare Paradoxon wurde durch den französischen Mathematiker Augustin-Louis Cauchy (1789 - 1857), der selbst ein
keuscher katholischer Christ war, aufgelöst. Er formulierte die Theorie so, dass keine "unendlich kleinen Grössen" mehr vorkamen.

Ich will versuchen, dies an Hand des sogenannten Tangentenproblems, dem Grundproblem der DIR, zu erläutern, ohne zu sehr
in die Sprechweise der Mathematiker zu verfallen. Das Tangentenproblem lautet: Gegeben ist eine Kurve (sog. Funktion) in einem
Koordinatensystem. An einem bestimmten Punkt P der Kurve soll nun die Tangente gelegt und deren Steigung bestimmt werden.
Dazu denkt man sich einen zweiten Punkt Q auf der Kurve und verbindet die Punkte PQ (Sekante). Diese Steigung ist leicht zu
bestimmen. Dann lässt man Q näher an P "wandern". Dadurch wird die Sekante der Tangente besser angenähert. Dann "wandert"
Q noch näher zu P usw.

Unredlicherweise sagt man dann, schliesslich sei der Abstand von Q zu P "unendlich klein" und man habe so die Tangente
bestimmt. Redlicherweise (Cauchy) muss man aber sagen, man könne Q nur immer näher und näher an P heranschieben und
dabei jeweils die Steigung berechnen. Dann zeigt man dass der Wert dieser Steigung sich einer ganz bestimmten, berechenbaren
Zahl (sog. Grenzwert) annähert. Diese Zahl ist die Tangentensteigung.

Ich weiss, dass diese Ausführungen nicht ganz leicht zu verstehen sind. Wichtig ist aber vor allem, dass man eben gerade nicht
von "unendlich kleinen Grössen" sprechen muss und darf!

Ergebnis: Die Differentialrechnung ist eine redliche mathematische Theorie, die auch von keuschen Christen bedenkenlos
erlernt und verwendet werden darf. Dasselbe gilt auch für die Integralrechnung, die ja mit der DIR sehr nahe verwandt ist.

Es würde mich sehr interessieren, was unsere jugendlichen Brettmitglieder in der Schule mit der DIR für Erfahrungen gemacht
haben. Wurde sie ihnen auf redliche Weise vermittelt?

sich erschöpft zur Ruhe begebend,
Manuel Zuchtmann

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Re: Redlichkeit der Differentialrechnung

Beitragvon Kerni » 12.02.2017, 20:19

Werter Genosse!

Sind Sie Autist?

Die letzte Nachkommastelle von Pi kennend,
Kerni

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Re: Redlichkeit der Differentialrechnung

Beitragvon Maximilian Quinn » 12.02.2017, 20:47

Depp Kern,

die Zahl Pi=3. Also hat sie gar keine Nachkommastellen.

Briefend,
Maximilian Quinn
Verurteilt uns nicht, wenn wir Fehler machen, denn nur der HERR ist fehlerfrei.

Hier kann man sich das Heimrechnerspiel "Ein Tag im Leben von Ludwig" saugen: http://spiele.bibeltreue-jugend.net/rrs/RRS.exe

Hier gehts zur Diskussion über das Spiel: viewtopic.php?f=20&t=421

Ich mache auch Filme für unseren DuRöhre Kanal: https://www.youtube.com/channel/UC5JOOo ... iJgfSoUcuQ

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Re: Redlichkeit der Differentialrechnung

Beitragvon Franz Schmidtz » 12.02.2017, 20:49

Guten Tag, Herr Zuchtmann,
die DIR war mir bislang noch gar nicht bekannt. In der Schule habe ich so etwas gar nicht lernen müssen. Allerdings habe ich schon oft von diesen "Kurven" und "Kurvendiskussionen" gehört. Das schien mir aber immer suspekt, denn wer würde schon über einen Strich diskutieren wollen?

Man diskutiert über den HERRn, die Religion oder Politik, aber doch nicht über Bleistiftstriche ...

Franz
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Re: Redlichkeit der Differentialrechnung

Beitragvon Manuel Zuchtmann » 12.02.2017, 22:53

Bub Franz

Sie haben wirklich das Herz auf dem rechten Fleck!
Natürlich sind Gebet, Bibelstudium und Religionsunterricht allemal am wichtigsten in jeder Schule.
Die DIR wird aber halt verlangt, wenn man Abitur machen und studieren will, auch Theologie!

erläuternd,
Manuel Zuchtmann

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Re: Redlichkeit der Differentialrechnung

Beitragvon Franz Schmidtz » 13.02.2017, 23:45

Werter Herr Zuchtmann,
ich war zwar ebenfalls an einem Gymnasium, bin dort aber glücklicherweise verschont geblieben von diesem Teufelswerk. Zwar scheint sie im Grunde genommen nicht so schlimm zu sein, die heutige Vermittlung grenzt aber schon fast an Ketzerei. Vor allem die Aufgabenstellungen, die völlig sinnleere Sachzusammenhänge erstellen will. Widerlich.

Glücklicherweise benötige ich auch in meinem Studium die DIR nicht. Ich studiere nämlich "Nachhaltiges Rasenmanagement" in Osnabrück.
Lesen Sie hier mehr dazu:
viewtopic.php?f=17&t=723&p=16227&
Vielleich könnten Sie mir zu diesem Studienfach ja auch noch Ratschläge geben, leider wurde mir dort bislang nämlich nicht geantwortet. :Taube

Franz
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Re: Redlichkeit der Differentialrechnung

Beitragvon Manuel Zuchtmann » 14.02.2017, 09:48

Bub Franz

Mit Ihrer Bemerkung zur heutigen Vermittlung der DIR haben Sie leider völlig recht! Es gibt viele höchst unlöbliche Mathematiklehrer, die sie
auf ketzerische Weise unterrichten. Das gilt aber für fast alle Fächer und Lerngegenstände. Die heutigen staatlichen Schulen sind äusserst
unkeusch und sollten wenn immer möglich gemieden werden. Preisen Sie den HERRn, dafür, dass Sie ein redlicher Christ geblieben sind.

Das Studienfach "Nachhaltiges Rasenmanagement" ist mir nicht bekannt. Am besten ist wohl, sie gehen einmal dort vorbei und sprechen mit den
Verantwortlichen. Meistens merkt man dann schnell, wessen Geistes sie sind. Allerdings tönt das Wort "nachhaltig" für mich verdächtig nach
"ökologischer" Ketzerei.

einen Ratschlag gebend,
Manuel Zuchtmann


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