Plauderecke

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Hans Gurtner
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Re: Plauderecke

Beitragvon Hans Gurtner » 02.12.2018, 14:38

Wertester Herr Zuchtmann.

Ist es doch meine Christenpflicht den Hund eines ehrbaren redlichen Bürgers wie Sie einer sind, bestens zu behandeln.
Der Hansi Bub soll einmal den Hof übernehmen, werter Herr Zuchtmann. Weib braucht er hierzu keines, da wir ohnehin beinahe jährlich Nachwuchs von den Mägden bekommen, welchen sie mit den Knechten zeugen. Man kann es einfach nicht verhindern, dass die sich auch manchmal etwas näher kommen als mir lieb ist.
Ich kann sie ja nicht bei der Arbeit in Ketten legen, sapperlot.
Die so entstanden Balgen werden später weiter als Knecht am Hof dienen, und wenn wir einen Hoferben brauchen, so rekrutiert sich mein Hansi Bub so einen Balgen. Hansi Bub will mit den Weibern nichts zu schaffen haben, da es ihm graut bei dem Gedanken mit solch einem Weib Unzucht treiben zu müssen, um die Erbfolge zu regeln.
Recht hat er, sage ich. Warum muss man sich diesen Schmerzen der Zeugung aussetzen, wenn doch genug Plagen der Knechtschaft am Hof sind. Momentan sind es 15 Stück die im Hof herum laufen.
Unser Dorftrottel ist uns natürlich eine große Hilfe bei der Fäkalsprach-Übersetzung.
Meist übersetzt er durch Handzeichen, Gestik, und Mimik, und Tänze, die Kommentare. Also Mimikierend und Gestikulierend steht er dann in der Küche, und ich schreibe alles nieder. Der verdient sich also seine Milchsuppe gar redlich.
Der Knecht, welcher sich vom Hof machen wollte, wurde gestern Abend noch von mir unter Zuhilfenahme einer starken Taschenlampe verhört.
Er wollte seinen Angaben nach weglaufen, weil er meinte den Wagen nicht ziehen zu können mit seiner Wunde am Fuß. Hat sich der Depp vor 3 Tagen einen rostigen Zimmermann Nagel durch den Fuß getreten, beim Versuch einen Balken mit den Füßen durchzutreten.
Der Nagel sah oben am Gummistiefel wieder raus, und ich musste den Nagel mit der Flechs abschneiden damit wir seinen Gummler abziehen konnten.
Wegen so einer kleinen Wunde so einen Zirkus machen, das verstehe wer anderer.
Nun die Zahl der Hiebe. Ich lasse jeden der Knaben 40 Hiebe angedeihen. Das scheint nicht viel, aber man darf nicht vergessen, dass die Hand eines Bauern nicht an Kraft zu unterschätzen ist.
Daher überlasse ich es Ihnen die Zahl derer fest zu legen.
Nun Ihr Weib. Der Herr Abt meinte, dass sie die Zeit während Sie bei uns verweilen, in der Küche mithelfen könnte. Da fallen auch ab und an Küchenabfälle ab, an denen sie sich gütlich tun kann. Mein Weib wird ausschließlich so ernährt. Alles was auf den Boden fällt, die Salat Strunken, und derlei mehr reicht zur Verköstigung. Das Nudel, oder Semmelknödel Wasser darf sie dann trinken. So muss sie auch keinen Durst erleiden.
Da sind schließlich mehr Vitamine drinnen als im Brunnenwasser.
Ich werde mich langsam anschicken für die Fahrt, und verbleibe mit christlichen Grüßen, und einem Hofknicks. Hans Adam Gurtner.
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Manuel Zuchtmann
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Re: Plauderecke

Beitragvon Manuel Zuchtmann » 04.12.2018, 23:59

Wertester Herr Gurtner

Soeben bin ich mit meiner Ritschka wieder daheim eingetroffen. Mit Hundebegleitung ist mein Weib halt doch erheblich schneller.

Zunächst möchte ich mich bei Ihnen herzlich für den freundlichen Empfang bedanken. Den Choral, den Ihre Buben zu meiner Begrüssung
gesungen haben, werde ich nie vergessen. Wie ergreifend! Zur Belohnung habe ich dann bei der Züchtigung mit Hieben nicht gespart, siebzig
pro Bub durften es schon sein. Meine Handschrift als Lehrer ist zwar auch nicht von schlechten Eltern, aber an Sie als Landwirt komme ich
natürlich nicht heran. Ihre Güte meinem Hund und vor allem meinem Weib gegenüber ist einfach überwältigend. Die Dankbarkeit meines
Weibes für Sie und den HH. Abt kennt keine Grenzen. Es konnte es kaum fassen, dass es sich an dn Küchenabfällen gütlich tun durfte. Das darf
es bei mir nur an hohen Feiertagen, sonst genügen trockenes Brot und abgestandenes Wasser.

Auch darf ich Sie zu Ihrem Hansi Bub beglückwünschen. Wie redlich von ihm, dem widerwärtigen Sechs mit einem Weib zu vermeiden. Er wird
sicher ein tüchtiger Nachfolger für Ihren Hof. Bestimmt kann er auch bei dem Pack von Knechten und Mägden für Ordnung sorgen. Welch ein
Nichtsnutz doch dieser Knecht mit dem Nagel ist. Lassen Sie da den Rohrstock nur tüchtig tanzen. Bei Bedarf helfe ich Ihnen bei meinem
nächsten Besuch gerne.

Leider habe ich bei meiner Rückkehr eine höchst unliebsame Überraschung vorgefunden: Eine meiner geistig minderbemittelten Hausangestellten
hat - entgegen meinem Verbot, in meiner Abwesenheit auch nur die Türe zu öffnen - eine Hechse ins Haus gelassen. Diese gab vor, eine redliche
Christin in Not zu sein (Als ob es das gäbe - für redliche Christen sorgt immer der HERR.) und bat um Nahrung. Die Hausangestellte liess sie dann
ein und wollte in der Küche etwas für die Hechse holen. In der Zwischenzeit hat die Hechse natürlich ihre fluchwürdige Hechserei betrieben
und jetzt sitzen drei Dämonen in meinem Haus. Immerhin wurde die Hechse von einem redlichen Nachbarn erkannt, sie wird sicher bald fest-
genommen und verbrannt. Auch habe ich bereits unseren HH. Pfarrer gerufen. Er kommt in den nächsten Minuten, um die Dämonen wieder
auszutreiben. Immer diese Umstände! Die Hausangestellte ist für die nächsten paar Monate in Ketten bei Wasser und Brot in meinem Karzer
und wird täglich mehrfach gezüchtigt.

Das Echsorzismenbuch bereitlegend und Sie, wertester Herr Gurtner, mit einer Verbeugung grüssend
Manuel Zuchtmann

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Hans Gurtner
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Re: Plauderecke

Beitragvon Hans Gurtner » 05.12.2018, 14:15

Sehr werter Herr Zuchtmann.

Es ist doch nicht der Rede wert was wir für Ihr Weib taten. Bei so einem fleißigen Weib kann man schon einmal eine Ausnahme machen was den Speiseplan angeht, so auch die Schlafstätte.
Die Begrüßung der Buben im Kloster war wahrlich töfte. Wie sich der Schüler Georg Notbier in unterwürfiger Haltung an Sie heran bewegte und Ihren Mantelsaum küsste, hat selbst mich mächtig beeindruckt, da er bei anderen kein derlei Verhalten zeigt.
Er respektiert Sie also völlig, was selbst mir wieder Respekt abringt.
Was aber der Rede wert ist, ist eine ungewollte Lüge meinerseits. Ungewollt, da mich der Hansi Bub erst heute, nachdem ich ihm Ihren werten Brief vorlas, einweihte.
Ich schrieb, dass er kein Weib bräuchte, da er sich nicht mit schmutzigen Sechs belasten wolle. Natürlich will er das nicht meinte der Bub heute.
Er erklärte mir aber auch, dass er das garn nicht könne, selbst wenn er wollte, da er bei einem Fahrradunfall vor 10 Jahren seine Hoden verlor.
Der Fahrradunfall war mir bekannt, nur eben nicht die Tatsache, dass er dabei etwas verlor.
Er fuhr damals den Hügel zu unserem Hof hinab und da es gerade regnete griffen die Bremsen am Fahrrad nicht rechtzeitig. So fuhr der Bub ungebremst gegen die Stallwand, wobei es ihn nach vorne schleuderte, und er dabei mit dem Gehänge am Fahrradsattel hängen blieb, und sich die Hoden dabei so arg quetschte, dass sie heute unbrauchbar sind.
Ich bin sehr froh darüber, denn einige Jahre zweifelte ich, ob die ganzen Balgen die von den Mägden am Hof herumlaufen von den Knechten alleine sein. Heute bin ich aber beruhigt und weiß, mein Hansi Bub kann seine Hände in Unschuld waschen.
Den Knecht, also den Friedolin, würde ich Ihnen gerne einmal zur Züchtigung überlassen. Soll ich ihn hierzu im Keller an der Wand anketten, oder wollen Sie das lieber bei Tageslicht am Hof erledigen ?
Ihr Dienstweib muss ja ganz schon frech sein, wenn sie sich über die Befehle ihres Meisters und Brotgebers hinwegsetzt und jeden in das Haus lässt.
Ich habe mein Dienstweib welches für das Haus zuständig ist so abgerichtet, dass sie nur den Herrn Pfarrer, welchen sie auch persönlich kennt, in das Haus lässt. Sie ist da sehr verlässlich, da ich ihr dies mit dem Rohrstock eingebläut habe. Wenn sie diesen nur sieht zuckt sie zusammen und beginnt am ganzen Leib zu zittern.
Für den Lohn was die bekommen erwartet man auch, dass sie spuren. Schließlich kostet mich die Magd im Jahr 1 Paar neue Schuhe, ein Kleid, und 30 Europas, welche ich immer zu Lichtmess aus bezahle. Nebenbei haben sie auch noch den Schlafplatz und das Essen frei.
So verbleibe ich in der Hoffnung Sie am Sonntag wieder bei mir am Hof begrüßen zu dürfen, und studiere heute schon mit der Knechtschaft das Spalier Stehen mit der Mistgabel ein.
Auch vor Ihnen Spalierstehend und die Kappe ziehend. Hans Adam Gurtner.
:Bibel

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Re: Plauderecke

Beitragvon Manuel Zuchtmann » 05.12.2018, 22:52

Allerwertester Herr Gurtner

Mit dem grössten Vergnügen werde ich am nächsten Sonntag wieder zu Ihnen kommen. Ich freue mich sehr, Ihre Buben wieder zu züchtigen.
Diese haben ja erkannt, wie notwendig das für sie ist. Ein Zeichen der bisherigen redlichen Erziehung!

Ihren Knecht Fridolin ketten Sie am besten bis zu meiner Ankunft im Keller an. Die Züchtigung selbst vollziehe ich dann lieber
bei Tageslicht. Man ist dann mit dem Rohrstock treffsicherer.

Das Unglück Ihres Hansi Buben ist in Wirklichkeit eine Gnade des HERRN. Mit Sechs versündigen kann er sich jetzt gar nicht mehr. Halleluja!

Bei mir zu Hause ist jetzt auch wieder alles in bester Ordnung. Unser HH. Pfarrer ist mit sieben Ministranten angerückt und hat die drei
Dämonen, die mir das Hechsenweib ins Haus gehechst hatte, ausgetrieben. (Übrigens war der Echsorzismus völlig kostenlos. Ich hatte lediglich
eine Spende für die Kirche, Trinkgelder für die Ministranten und die Rechnung für den Weihrauch zu bezahlen.) Dabei hatte er eine töfte Idee:
Er hat die Dämonen in die Karzerzelle gebannt, in der das fehlbare Dienstweib angekettet ist. So erfährt es jetzt am eigenen Leibe, zu was
Ungehorsam dem Meister gegenüber führt. Der Schwefelgeruch im Haus wird noch ein paar Tage anhalten. Ich rauche in dieser Zeit ein paar
Zigarren mehr, dann ist das gut auszuhalten. Die Hechse wurde übrigens bereits von der Inquisition festgenommen. Sie wird gerade fachmännisch
befragt und wird bald gestehen.

Was die Frechheit meines Dienstweibes betrifft, haben Sie leider vollkommen recht. Das sind die Folgen unredlicher Erziehung. Den Gören gehört
rechtzeitig Gehorsam einbebläut! Aber redliches Personal ist heute - zumindest in der Stadt - kaum noch zu bekommen.

Auf das Geschrei aus der Karzerzelle hörend und Sie, werter Herr Gurtner, hochachtungsvoll grüssend
Manuel Zuchtmann

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Re: Plauderecke

Beitragvon Hans Gurtner » 06.12.2018, 23:39

Sehr geehrter Herr Zuchtmann.

Also die Züchtigung des Rossknechtes Friedolin wird sich erübrigen. Hat sich der Hund heute heimlich fort geschlichen. Heute um 15 Uhr als ich aus dem Keller ein gar grausig Stöhnen vernahm, stieg ich sogleich mit zweier meiner Buben, welche schwer mit Mistgabeln bewaffnet waren, die Kellerstiege hinunter. Was wir dort sehen mussten verschlug uns den Atem. Hat sich der Knecht doch glatt an seiner Kette im Keller erhängt.
Sich feige aus dem Leben zu stehlen ist eine Todsünde, sapperlot. Als wir durch die Keller Tür traten zappelte er noch ein wenig, und so zog Aaron mein Ältester an seinen Füßen, damit dieses Zappeln aufhörte.
Ich habe dann gleich seine Hosentaschen ausgeleert, und die 70 Europas die er bei sich trug als Beerdigungsgeld an mich genommen.
Heute Nachmittag um 17 Uhr verpackten wir ihn in alte Leinentücher, und so vergruben wir ihn dann hinter dem Hof im Apfelgarten. Wissen Sie werter Herr Zuchtmann, wegen einem Knecht wollte ich die Behörden nicht informieren. Die haben doch immer so viele depperte Fragen, wie. "Warum hing er an der Kette im Keller"? Oder. Warum steckt in seinem Fuß ein langer abgesägter Nagel"
Die Behörden haben doch keine Ahnung mehr davon wer am Hof das Sagen hat, und das ein Knecht weit unter dem Bauern steht.
Die mit ihrer Gleichberechtigung können mir gestohlen bleiben.
Das mit dem Hansi Buben sehen Sie schon richtig. Die Wege des Herrn sind zwar unergründlich, dafür aber um so gebogener, und schwer gängiger.
Der HERR weiß schon was er tut.
Die bei Ihnen gefangene Hechse wäre doch ein Versuchsobjekt für Ihren werten Knaben. Ich denke der Bub ist schon so weit, dass er einmal im Richterstuhl Platz nehmen könnte, und das Urteil sprechen könnte, sofern dies dem H.H. Inquisitor recht wäre.
Also von unserem Herrn Abt aus wäre das machbar.
Ja die Dienstboten. Wie Sie am Beispiel meines Knechtes sahen. Bevor der eine Ritschka ziehen würde, der hohe Herr, macht er sich durch Erhängen aus dem Staub. Undankbarer Taugenichts.
Wenn Sie damit einverstanden wären, so könnten Sie Ihre unfolgsame Magd am Sonntag zu uns auf den Hof bringen. Ich würde der die 2 Tage, während Sie im Kloster verweilen schon Manieren beibringen. Ich kann Ihnen versprechen, dass sie hernach keinerlei Fehler mehr machen würde. Wie am Schnürchen würde sie dann laufen, sapperlot.
Ihnen ein Päckchen Schwefelfichs richtend, und mit gezogener Kappe einen Kratzfuß vor Ihnen machend, Hans Adam Gurtner.
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Re: Plauderecke

Beitragvon Manuel Zuchtmann » 07.12.2018, 22:18

Wertester Herr Gurtner

Das mit Ihrem Knecht Fridolin tut mir leid. Er war wohl ein elender Sünder, aber ich hatte doch noch Hoffnung, ihn durch Züchtigung und
strenges Fasten auf den rechten Weg zurückzubringen und vor dem Schwefelsee zu bewahren. Aber der HERR hat anders entschieden, es liegt
in unserem Leben alles nur an IHM! Dass Sie die Behörden nicht verständigen wollen, kann ich sehr gut verstehen. Was sollten die auch auf
Ihrem Hof zu suchen haben?

Ihre Idee, einen meiner Buben das Urteil über die gefangene Hechse sprechen zu lassen, finde ich knorke. Auch hier gilt: Früh übt sich, wer
ein Meister werden will. Die Hechse hat übrigens bereits gestanden, der Fall liegt also klar. Ich muss natürlich zuerst den HH. Inquisitor
fragen, die Sache fällt schliesslich in seine Zuständigkeit und da ist er recht empfindlich.

Ihr Angebot, mein ungehorsames Dienstweib am Sonntag mitzubringen und Ihnen für Erziehungsmassnahmen zu überlassen, nehme ich gerne an.
Es kann dann gleich meine Ritschka ziehen. Mein Weib hat nämlich momentan 41 Grad Fieber und der Tierarzt - übervorsichtig wie er ist -
hat Schonung empfohlen, die ich meinem Weib gerne gönne. Die Idee unseres HH. Pfarrers, die Dämonen in die Karzerzelle des Dienstweibes
zu bannen und das Dienstweib so die Folgen seines Ungehorsams am eigenen Leibe spüren zu lassen, war zwar töfte, aber der Krach, der aus
der Zelle drang, war einfach zu gross. So musste ich den HH. Pfarrer bitten, die Dämonen auch aus der Zelle wieder auszutreiben.
Das Dienstweib ist noch etwas mitgenommen, aber ein zehnstündiges Eisbad wird es sicher wieder in Form bringen.

Sich auf den nächsten Besuch bei Ihnen, werter Herr Gurtner, freuend und Sie mit einer Verneigung grüssend
Manuel Zuchtmann

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Re: Plauderecke

Beitragvon Hans Gurtner » 07.12.2018, 23:29

Wertester Herr Zuchtmann.

Wie Sie richtig erkannten. Der HERR weiß schon was er macht. Nun, das kann man eben von den Behörden nicht sagen. Da kämen sie im Dutzend auf den Hof, im Falle einer Meldung, und dann wollen sie dies wissen, und im nächsten Moment wieder das Selbe.
Das würde zu keinem Ende führen, gell. Wenn die dann noch die 2 Sauen auf 3 Beinen sehen würden dann käme noch der depperte Tierschutz daher. Dabei schlachte ich niemals ein Schwein wegen einem Schinken. So hält sich die Sau frisch, und man kann sie später schlachten. Auf 3 Beinen lebt es sich auch ganz gut für einige Monate, haben wir Menschen doch überhaupt nur 2 Beine.
Wenn Sie Ihr Dienstweib zu mir zur Züchtigung bringen, werde ich ein Bewegtbild über selbige einstellen, dass auch Sie sehen mit wie viel Fleiß sie gezüchtigt wird.
Was Ihr Weib betrifft, so wäre es nicht schlecht wenn sie sich 2 Tage ausruhen würde. Ihr Dienstweib kann die Ritschka bis zu mir ziehen, und von mir weg spannen wir meinen anderen Knecht ein, welcher Sie flugs zum Kloster zieht.
Nun Ihr werter Herr Sohn, werter Herr Zuchtmann.
Natürlich meinte der Heilige Herr Abt, dass die Hechse zuerst vom H. H. Inquisitor verurteilt werden sollte, und in einem zweiten gespielten Prozess, Ihr werter Herr Sohn noch einmal ran darf. Dann könnte der H. H. Inquisitor gleich zugegen sein, und dem Buben seine Qualitäten prüfen.
Die Dämonen im Karzer, hätte ich mit dem Feuerwehrschlauch und Weihwasser ausgespritzt, was glauben s wie die gewinselt hätten. Das haben wir bei uns in Tuttlingen immer so gehalten. Mei, war das eine Gaudi, wenn die dann jaulend Richtung Hölle ausgefahren sind.
Um den Friedolin ist mir eigentlich nicht leid, aber um die 30 Gulden die dazumal mein werter Herr Vater für ihn am Knechtmarkt bezahlte.
Möge er im Schwefelsee landen, und niemals vom HERRn errettet werden.
Heute als vor unserer Hofeinfahrt einige Bauarbeiter den Schotterweg ausbesserten, entlehnte ich mir, während die Arbeiter Mittagpause machten ihren Wacker Stampfer und stampfte den Hügel vom Friedolin seinem Grab schön gerade. Es kämen nur depperte Fragen auf, wenn jemand sehen würde, dass dort ein Erdhügel ist.

Mich auf Ihren Besuch freuend, und für den Sonntag ein Ferkel abstechend, und vorher sich noch verneigend mit der Kappe in der Hand. Hans Gurtner.
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Re: Plauderecke

Beitragvon Manuel Zuchtmann » 08.12.2018, 23:29

Wertester Herr Gurtner

Sie handeln in jeder Hinsicht vollkommen richtig.
Den Ärger mit unredlichen, gottlosen Behörden kenne ich zur genüge. Unlängst sind an meinem Torquemada-Gymnasium drei Hechsen vom
Jugendamt aufgetaucht und wollten unsere Rohrstöcke beschlagnahmen. Wie sollte man denn da noch Erziehungsarbeit leisten? Ich habe
versucht, ihnen den Unterschied zwischen roher Gewalt, die wir natürlich aus tiefster Überzeugung ablehnen, und liebevoller Züchtigung
zu erklären, aber vergeblich. In diesem Fall haben sich meine guten Beziehungen zur Inquisition sehr ausgezahlt. Unser HH. Inquisitor hat
die drei Hechsen kurzerhand verbrennen lassen. Seither herrscht Ruhe.

Das Vorgehen bezüglich meines Buben habe ich mit dem HH. Inquisitor abgesprochen. Er findet den Vorschlag des HH. Abt knorke und ist
damit einverstanden. Allerdings können wir dem HH. Inquisitor die Reise zu Ihnen nicht zumuten und auch der Transport des Hechsenweibes
wäre wegen der notwendigen Sicherheitsmassnahmen sehr aufwendig. Mein Bub wird daher am Dienstag Abend mit mir nach Hause fahren -
wenn es der HH. Abt gestattet natürlich nur - , dann die "Verurteilung" vornehmen und bei meinem nächsten Besuch wieder mit mir zu Ihnen
fahren. Wäre Ihnen das so recht, werter Herr Gurtner?

Ihr Verfahren zur Dämonenaustreibung ist töfte und ich probiere ihn gerne bei nächster Gelegenheit aus. Bis jetzt hat das jeweils unser
HH. Pfarrer für mich erledigt. Er hat sehr grosse Erfahrung in Echsorzismen.

Eine Kiste Zigarren bereitlegend und Sie, werter Herr Gurtner, in Hochachtung grüssend
Manuel Zuchtmann

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Re: Plauderecke

Beitragvon Hans Gurtner » 09.12.2018, 20:17

Wertester Herr Zuchtmann.

Sie sagen es. Die Behörden sind da auf beiden Ohren taub, und auf beiden Augen blind. Auch auf meinem Hof kamen im Jahre des HERRn 1975 3 solche Hechsen vom Fürsorgeamt. Die schwimmen aber nun seit 43 Jahren bei mir in der Güllegrube.
Wollten die die Hinterteile meiner Kinder, also meines Eigentums ansehen, ob sie Verfärbungen aufweisen von der Züchtigung.
Ich habe darauf sogleich die Bretter von der Güllegrube aufgemacht, und mein Gesinde hat die 3 Karnailen umringt und mit Mistgabeln und Sensen zur Güllegrube getrieben.
Gefleht und gebettelt haben sie, dass ich sie laufen lasse. Sie versprachen auch nie wieder zu kommen. Sie selbst wären sicher nicht mehr gekommen, aber dafür 10 Gendarmerie Automobile.
Ihren Buben betreffend. Natürlich würde er mit Ihnen kommen, denn die hohen Herrn können keine Spazierfahrten machen. Die sind doch mit dem Hechsenunwesen beschäftigt.
Da Sie mir heute Abend Ihre Hausdienerin zur Züchtigung übergaben, werde ich dann sogleich mit selbiger beginnen.
Ich habe hierzu im Keller ein Kämmerlein eingerichtet. Dorthin wurde sie bereits verbracht. Der ihre Augen hätten Sie sehen sollen, als ich ihr sagte ich komme in 30 Minuten mit meinem Rohrstock zurück.
Sie werden höchst zufrieden sein wenn Sie das Weib geläutert zurück bekommen. Die wird nicht mehr aufmucken, oder fremde Personen in das Haus lassen.
Sie mit einem Kratzfuß grüßend, meine 8 mm Fotomaschine richtend, und zur Züchtigung schreitend. Hans Adam Gurtner.
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Re: Plauderecke

Beitragvon Hans Gurtner » 09.12.2018, 21:19

Wertester Herr Zuchtmann.

Nun verbrachten wir Ihre Hausangestellte in das Kloster St. Anna welches gleich einen Steinwurf hinter einem Hof liegt. Zum Kloster St. Blasius wäre es zu weit gewesen. Dort wurde sie vom Abt selbst gezüchtigt.
Den Verschalt einfügend, und höflich grüßend. Hans Gurtner.
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