Ventilatorengeschichten

Schreiben Sie hier selbst Gedichte, Geschichten und Lieder und spielen Sie ungefährliche Anschnurspiele
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Walter Gruber senior
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Re: Ventilatorengeschichten

Beitragvon Walter Gruber senior » 09.04.2016, 21:51

Werte Brettmitglieder,

es spricht für die Offenheit dieser Seite, solche Trivialliteratur zuzulassen, um eine gewisse Klientel anzulocken. Die Sinnhaftigkeit solcher Geschichten über Orte und Personen, welche gar nicht existieren, erschließt sich mir allerdings nicht.

Die Bibel bevorzugend:
Walter Gruber
Auch ist es mit dem Himmelreich wie mit einem Kaufmann, der schöne Perlen suchte. Als er eine besonders wertvolle Perle fand, verkaufte er alles, was er besaß, und kaufte sie. (Matthäus 13, 45-46)

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Die schöne Pilotin
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Re: Ventilatorengeschichten

Beitragvon Die schöne Pilotin » 11.04.2016, 21:23

Liebe Lynessa.
Wieder einmal eine weitere kurzweilige Geschichte. Erlaubst Du mir, dass ich das alles ausdrucke und
meinem Bekanntenkreis zeigen kann?

Herr Gruber senior,
da haben Sie vollkommen Recht. Auch ich finde es schön, dass die BJ auf diese Art eine Brücke zur Jugend schlägt.

Grüßend aus FL 310,

Ulli

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Re: Ventilatorengeschichten

Beitragvon Lynessa Lavellan » 13.04.2016, 17:19

Werte Frau Pilotin,

natürlich dürfen Sie die Geschichte Ihren Bekannten zeigen.

Bereits am nächsten Kapitel arbeitend,
Lynessa Lavellan
"Vielleicht ist der wahre größte Schatz der Welt die fiktiven Charaktere in die wir uns auf dem Weg verliebt haben."
-Ich, 2018

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Re: Ventilatorengeschichten

Beitragvon Die schöne Pilotin » 15.04.2016, 18:12

Liebe Lynessa,
ich heiße übrigens Ulrike. Freunde und Bekannte nennen mich aber kurz Ulli.

Gruß aus FL 310

Ulli

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Re: Ventilatorengeschichten

Beitragvon Olaf Schenkel » 16.04.2016, 23:35

Hallo Lynessa. Ich finde die Geschichten auch sehr spannend. Du hast echt Talent.

Olaf

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Lynessa Lavellan
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Re: Ventilatorengeschichten

Beitragvon Lynessa Lavellan » 17.04.2016, 19:57

Werte Gemeinde,

und somit präsentiere ich Ihnen den nächsten Teil meiner Geschichte. Viel Spaß!


Kapitel 6
Nie mehr allein


Roxanne erwachte am nächsten Morgen in dem riesigen Bett, und mit einer Hundeschnauze, die neugierig ihr Gesicht beschnupperte. Sie öffnete die Augen und wie erwartet stand Liam direkt neben dem Bett und starrte sie aus seinen großen Augen erwartungsvoll an.
Roxannes Blick wanderte zu ihrem Handy, das auf dem Nachttisch lag. Mit der Durschnittsgeschwindigkeit eines Faultiers griff sie nach dem Gerät und stellte fest, dass ihr Wecker erst in anderthalb Stunden klingeln würde.
Einen leisen Fluch ausstoßend setzte sie sich auf. Wenn sie erst einmal wach war, konnte sie auch nicht mehr einschlafen. Stattdessen packte sie Liam und hob ihn auf ihren Schoß.
,,Und, wie war deine Nacht, mein Kleiner?”
Schweigen. Nicht, dass sie eine Antwort erwartet hätte. Sonst wäre es ein sicheres Indiz gewesen, dass sie unter LaCroixs “Vormundschaft” langsam wahnsinnig wurde.
Schon öffnete sich die Tür, und Clarissa trat ein. ,,Das Frühstück ist serviert. Der dunkle Prinz bittet seine Sonnenkönigin zu Tisch.”
,,Schon?”, fragte Roxanne leicht ungläubig. Immerhin, es war erst fünf Uhr morgens.
,,Die Familie LaCroix frühstückt immer zu so früher Stunde”, antwortete das Dienstmädchen verträumt. ,,Die Sonnenkönigin möge sich anziehen und mir dann folgen. Ich habe ihr neue Kleidung gebracht.”

Wenig später befand Roxanne sich, in Begleitung von Clarissa und gekleidet in das wohl unbequemste Outfit der Welt, eine Bluse, Jackett und Bleistiftrock mit schwarzen Pumps, auf dem Weg in den Wintergarten, wo das Frühstück eingenommen werden sollte.
Als die dort ankam, stieg ihr der Duft nach frischen Pfannkuchen in die Nase.
Wie von einer Familie wie den LaCroixs nicht anders erwartet war der Tisch reich gedeckt. Die schon erwähnten Pfannkuchen mit Ahornsirup und Butter, frische Brötchen, Brot in allen Farben und Formen, Quark und Joghurt, Bellota-Schinken, alle möglichen Sorten Käse, verschiedene Müslis, geräucherter Fisch und sogar eine faustgroße Schale Kaviar bedeckten waren dort aufgestellt.
Für einen Moment blieb Roxanne wie betäubt stehen und überlegte, wie viele Menschen man von diesen Bergen an Lebensmitteln wohl durchfüttern konnte. An ihrer Schule gabs viele Schüler, die kaum genug Geld für den billigen Supermarktfraß hatten, und die LaCroixs ließen solche Berge Luxusgüter hier zum Frühstück allein auftischen. Für vier Personen!
Die Familie saß bereits am Tisch, und Mrs. LaCroix bedeutete Roxanne mit einem Lächeln, sich zu setzen.
,,Guten Morgen, Roxanne. Ich hoffe, du hast gut geschlafen”, grüßte die Dame des Hauses freundlich.
,,Guten Morgen, Mrs. LaCroix. Mr. LaCroix. Sie nickte beiden freundlich zu und drehte sich dann kurz zum Sohn der Familie um, der ungewohnt still war, und würgte auch ihm gegenüber ein “Guten Morgen” hervor. ,,Oh ja, ich hab recht gut geschlafen, danke der Nachfrage.”
,,Dann haben Sie unserem lieben Sohn schon einiges voraus. Er weigert sich partout, uns zu sagen, was er gestern Abend so lange getrieben hat.” Mr. LaCroix lächelte seinem Sohn liebevoll zu.
LaCroix blickte kurz auf, und erst jetzt sah Roxanne, wie elend er aussah. Tiefe Augenringe hatten sich unter seine eisblauen Augen gegraben, und er wirkte sogar noch blasser als sonst.
,,Ich bin jung, Vater. Warst du in meinem Alter immer vernünftig?”
,,Natürlich nicht”, erwiderte Mr. LaCroix freundlich. ,,Als ich in deinem Alter war, habe ich die Nächte durchgetanzt... Es wundert mich eigentlich, dass ich dich das erste Mal in diesem Zustand sehe, mein Junge.”
,,Hmhm”, gab LaCroix nur zurück und senkte dann wieder seinen Kopf.
,,Aber bitte, Roxanne, lass dich nicht vom Essen abhalten. Greif zu, es ist genug da!”
Roxanne atmete tief durch, und lud sich dann zwei Brötchen, einen Pfannkuchen und etwas Käse auf den Teller.

Zwei Stunden später saß sie LaCroix gegenüber in der bereits bekannten Stretch-Limousine. LaCroix schaute eine ganze Weile aus dem Fenster, ehe er sich zu ihr umdrehte. ,,Roxanne, gib mir bitte kurz dein Handy und deinen Stundenplan.”
,,Huh? Äh... okay.” Sie wollte einem ohnehin schon an Schlafmangel leidenden LaCroix nicht noch weiter Kopfschmerzen bereiten, deshalb fischte sie das Gerät und ihrem Terminplaner, in dem sie ihren Stundenplan notiert hatte, ohne groß zu protestieren aus ihrer Tasche.
Zuerst befasste er sich mit dem Handy. Er tippte etwas ins Display ein und gab es ihr dann zurück. ,,Ich habe meine Nummer bei dir eingespeichert. Ich kann nicht ewig an dir hängen. Aber wenn etwas passiert, rufst du mich an. Verstanden?” Ohne auch nur auf eine Antwort zu warten, schlug er den Terminplan auf und zog seinen eigenen hervor, um sie zu vergleichen.
,,Mal sehen... in den ersten beiden Unterrichtsstunden haben wir zusammen Psychologie bei Professor Grout. Gut, gut. Hm, in den nächsten beiden Stunden hast du Mathematik und ich Wirtschaft. Dann in der fünften und sechsten Stunde hast du Biologie und ich habe Chemie. Und in der siebten und achten haben wir zusammen Deutsch bei Mr. Bach... keine große Überraschung, der Deutschkurs hat ja dieselbe Zusammensetzung wie der Religionskurs.” Damit gab LaCroix den Terminplan wieder zurück und sah Roxanne eindringlich an. ,,Roxanne, du hast mir gesagt, dass du es bevorzugst, wenn ich ehrlich mit dir bin, also bin ich ehrlich: Nun, da die Tzimisce wissen, dass du eine Verbindung zu mir hast, ist es durchaus möglich, dass du in ihr Fadenkreuz geraten bist. Deswegen muss ich dich bitten, nirgendwo alleine hinzugehen, bis die Gefahr gebannt ist. Wenn ich gerade nicht bei dir bin, dann lass dich von deinen Freunden begleiten. Und verlass unter KEINEN UMSTÄNDEN nach Einbruch der Dunkelheit das Haus. Verstanden?”
,,Ver...verstanden.” Roxanne fühlte die Farbe aus ihrem Gesicht weichen. Diese Freakfamilie hatte sie auf dem Kieker?
LaCroix lehnte sich zurück und schloss für einen Moment die Augen, ehe der Fahrer die Stimme hob:,,Master LaCroix, Miss Preston, wir sind da.”
Sie stiegen aus, und LaCroix wollte gerade vorgehen, da packte Roxanne ihn am Handgelenk.
,,Hey, uh... Sebastian?”
Er blieb stehen, offenbar aufmerksam zuhörend.
,,Was... was du da gestern getan hast... diesen Typen verjagen, meine ich.... das... das war echt cool. Also... äh... Danke.” Damit ließ sie ihn los.
Er antwortete nicht, aber Roxanne konnte schwören, ihn lächeln zu sehen.

So wenig Roxanne Professor Grout auch mochte, der Unterricht bei ihm war doch immer wieder ein Erlebnis. Aber ihr schwante Übles, als er verkündete, sich in das Projekt von Mr. Bach eingeklinkt zu haben, um eventuelle Verhaltensveränderungen der Schüler und Schülerinnen im Rahmen des Projektes zu dokumentieren.
Dann begann er, die psychologischen Aspekte einer traditionell geführten Ehe zu erläutern. Nach nur ein paar Minuten hörte Roxanne ein dumpfes Geräusch neben sich und stellte fest dass LaCroix im Sitzen eingeschlafen und mit dem Kopf auf seinen Tisch gefallen war.
,,LaCroix! Hey, wach auf, verdammt!”, zischte sie und versuchte dabei, möglichst nicht die Aufmerksamkeit des Professors auf sich zu ziehen.
Aber leider funktionierte das nicht ganz.
,,Ms. Preston, stimmt etwas nicht?” Professor Grout schritt auf den Doppeltisch zu, den sie sich mit LaCroix teilte.
,,N-nein, alles in Ordnung, Professor”, sagte sie nervös, doch die missliche Lage, in der ihr “Übungsehemann” sich gerade befand strafte ihre Worte Lügen. In diesem Moment öffneten sich seine Augen wieder und er setzte sich gerade hin.
,,Verzeihung, Professor Grout. Ich habe letzte Nacht nicht viel Schlaf bekommen. Es wird nicht noch einmal vorkommen.”
Grout sah von LaCroix zu Roxanne und wieder zurück. Es war nur zu offensichtlich, was er (und alle Schüler, die das Gespräch mitbekamen) gerade dachten. Ohne weitere Worte kehrte der Professor zur Tafel zurück und fuhr mit dem Unterricht fort.

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Schreibend,
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-Ich, 2018

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Re: Ventilatorengeschichten

Beitragvon Sr. Maria Bernadette » 17.04.2016, 22:46

Liebe Lynessa,

mit großer Begeisterung habe ich deine Geschichte gelesen. Wie immer liest sich dir Geschichte sehr gut und ist vortrefflich geschrieben. Jetzt muss ich aber leider auch tadeln. Dieses Frühstück ist widerlichste Völlerei und dies ist eine der Sieben Todsünden. Käse und Brötchen, dies ist absolute Verschwendung. Harte Brotrinde und ein wenig Butter hätten es auch getan. Ganz klar kristallisiert sich hier raus, dass der juvenile reiche Knabbub und das Gör in der Hölle brennen werden.

Begeistert und entsetzt über die Verschwendungssucht,

Sr. Maria Bernadette
(Jesaja 41:10) Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir. Blicke nicht gespannt umher, denn ich bin dein GOTT. Ich will dich stärken. Ich will dir wirklich helfen. Ja, ich will dich festhalten mit meiner Rechten der Gerechtigkeit.

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Re: Ventilatorengeschichten

Beitragvon Die schöne Pilotin » 19.04.2016, 23:20

Liebe Lynessa,
wieder mal hast Du mir meine Zeit vesüßt. Oftmals kommt hier oben, gerade auf längeren Flügen, Langeweile auf.

Danke Dir für den kurzweiligen(leider zu kurzweiligen) Zeitvertreib.

Deine Ulli in FL 310

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Re: Ventilatorengeschichten

Beitragvon Lazarus Steiner » 19.04.2016, 23:42

Weib Pilotin,
bei Ihren Texten hingegen kommt eher Brechreiz auf! Nehmen Sie sich ein Beispiel an dem Fräulein Lavellan, trotz fehlenden Inhaltes versteht sie es wenigstens, einigermaßen fehlerfrei und halbwegs gewählt zu schreiben.
Ihnen ratend, Ihre Beiträge vor dem Absenden durchzulesen,
Herr Steiner
Denn ihr kennt die Gnade unseres Herrn Jesus Christus:
obwohl er reich ist, wurde er doch arm um euretwillen, damit ihr durch seine Armut reich würdet. (Reinhard Brandt)

Wählen Sie die ARA! Denn eine Stimme für Asfaloths ist eine Stimme für den HERRn!

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Re: Ventilatorengeschichten

Beitragvon Olaf Schenkel » 20.04.2016, 20:58

Hallo Lynessa.
Ich lese eigentlich nicht so viel(eigentlich gar nicht), aber was Du schreibst gefällt mir sehr gut.

Grüße,
Olaf


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