Ventilatorengeschichten

Schreiben Sie hier selbst Gedichte, Geschichten und Lieder und spielen Sie ungefährliche Anschnurspiele
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Andreas Kreuzer
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Re: Ventilatorengeschichten

Beitragvon Andreas Kreuzer » 30.03.2016, 22:27

Werter Herr Fegelein,

dem kann Abhilfe geschaffen werden:

Name: Nadine Feldhaus
Wohnort: NRW, 41460 Neuss, Am Dickelsbach 19a ( Direkt hinter dem Baumarkt, wenn Sie die Autobahn 46 verlassen haben )

Aus Datenschutzrechtlichen Gründen darf ich Ihnen die Telefonnummer als auch die Kontonummer nur per PN nennen.

Ich bitte um Ihr Verständnis,

Ihr A. Kreuzer

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Werner Fegelein
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Re: Ventilatorengeschichten

Beitragvon Werner Fegelein » 30.03.2016, 22:35

Werter Herr Kreuzer!

Vielen Dank für die Informationen. Ich bin zwar körperlich nicht in der Lage, persönlich zu züchtigen, aber ich werde einen Exorzisten vorbeischicken.

Dankend,
Fegelein
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Re: Ventilatorengeschichten

Beitragvon Mark Vogelbauer » 03.04.2016, 20:29

Werter Herr Fegelein,

aber die Geschichten von der Lynessa sind doch ganz spannend. Sie kommen natürlich nicht an die Warrior Cats heran, aber sie sind denoch sehr gut gelungen!

Jetzt das 2. Kapitel lesend,
Mark Vogelbauer
Wenn ihr ein gutes Buch sucht, dann empfehle ich die Warrior Cats Reihe. Diese ist wirklich sehr gut erzählt und richtig spannend. Nur zu empfehlen!

Außerdem glaube ich an den HERRn und den Heiligen Geist, Amen!

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Re: Ventilatorengeschichten

Beitragvon Werner Fegelein » 03.04.2016, 20:35

Weib Bauer!

Sie finden, dass die Ventilatorengeschichten spannend sind, doch ich finde sie geschmacklos und unpassend. Jeder Mensch besitzt eine Meinung.

Werter Herr Kreuzer!

Ich habe Weib Lavellan einen Exorzisten vorbeigeschickt, doch er ist spurlos verschwunden. Wie kann so etwas passieren!

Besorgt,
Werner Fegelein
:Engel :Engel :Engel

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Re: Ventilatorengeschichten

Beitragvon Mark Vogelbauer » 03.04.2016, 20:56

Werter Herr Fegelein,

Sie waren sicher zu dumm einen anständigen Exorzisten zu schicken und haben sicher einen Steiner (unredlich Rocker) geschickt :D

Vermutend,
Mark Vogelbauer
Wenn ihr ein gutes Buch sucht, dann empfehle ich die Warrior Cats Reihe. Diese ist wirklich sehr gut erzählt und richtig spannend. Nur zu empfehlen!

Außerdem glaube ich an den HERRn und den Heiligen Geist, Amen!

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Re: Ventilatorengeschichten

Beitragvon Werner Fegelein » 03.04.2016, 21:03

Weib Bauer!

Werden Sie jetzt bloß nicht frech.

Fegelein
:Engel :Engel :Engel

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Re: Ventilatorengeschichten

Beitragvon Lynessa Lavellan » 03.04.2016, 21:27

Werter Herr Vogelbauer,

witzig, dass Sie das sagen. Mein Mann und ich hatten nämlich kürzlich tatsächlich einen Herren zu Besuch, der laute Felsmusik hörte. Er hat sich mit uns unterhalten, wir haben zusammen ein Bier getrunken (das heißt, er und Damien haben Bier getrunken. Ich mag keinen Alkohol und habe mich deshalb mit Tee begnügt) und ist dann wieder weggefahren.

Kichernd,
Lynessa Lavellan
"Vielleicht ist der wahre größte Schatz der Welt die fiktiven Charaktere in die wir uns auf dem Weg verliebt haben."
-Ich, 2018

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Re: Ventilatorengeschichten

Beitragvon Werner Fegelein » 03.04.2016, 21:33

Weib Lavellan!

Es kann sich dabei nicht um meinen geschickten Exorzisten handeln, da er Felsmusik verabscheue. Ich glaube eher, dass sich Weib Lavellan und Weib Bauer einen Scherz mit mir erlauben.

Fegelein
:Engel :Engel :Engel

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Re: Ventilatorengeschichten

Beitragvon Lynessa Lavellan » 06.04.2016, 22:10

Werte Gemeinde,

und hier ist nun das neuste Kapitel meiner Geschichte.


Kapitel 5
Unliebsame Nachbarn

Clarissa kam ihnen bereits entgegen, allerdings ohne den Hund. Sie hatte nicht ihren üblichen abwesenden Blick in den Augen, sondern wirkte eher unruhig. Nach einer leichten Verbeugung in LaCroixs und Roxannes Richtung beugte sie sich zu Ersterem herüber und flüsterte ihm hektisch etwas ins Ohr. Er wurde für einen kurzen Moment blass, nickte dann aber und wandte sich an Roxanne:,,Ich befürchte, der Spaziergang wird für uns ausfallen müssen. Einer meiner Bediensteten wird mit dem Hund spazieren gehen. Wir beide gehen sofort zu meiner Mutter.”
,,Oh... okay?” Sein plötzlich so ernster Gesichtsausdruck erstickte die spitze Bemerkung, die Roxanne auf der Zunge gelegen hatte.
LaCroix drehte sich um und gab ihr mit einer Handbewegung zu verstehen, dass sie ihm folgen sollte. ,,Oh, und noch etwas. Bis ich es dir erlaube, verlässt du unter keinen Umständen das Haus, verstanden?”
,,Was? Wieso?”
,,Weil ich es sage.”
Sie fletschte die Zähne in plötzlicher Wut. Was bildete dieser Kerl sich eigentlich ein?
Trotzdem folgte sie ihm, ihrer Note zuliebe, bis sie vor einer kunstvoll verzierten Tür ankamen. LaCroix klopfte höflich an. ,,Mutter?”
,,Sebastian, mein Liebling. Komm rein”, antwortete eine gedämpfte Frauenstimme.

Wie wahrscheinlich alle Schlafzimmer in diesem Haus war auch das von Mrs. LaCroix fürstlich eingerichtet. Die Frau selbst allerdings machte keinen besonders hoheitlichen Eindruck. Sie lag im Bett, in einem Rüschennachthemd. Ihr Gesicht wirkte unnatürlich spitz, ihre Wangen waren eingesunken und die blauen Augen lagen tief in ihren Höhlen. Doch sie lächelte Roxanne freundlich an und streckte ihr zum Händeschütteln die Hand entgegen. ,,Oh, du musst Roxanne sein. Sebastian redet sehr oft von dir.”
,,Mutter, bitte”, ließ LaCroix leise verlauten.
,,Setzt euch doch zu mir, Kinder.” Sie wies auf zwei Holzstühle mit eingearbeitetem Blattgold, die an einem kleinen Kaffeetisch in der Nähe des Bettes standen. Die beiden Schüler stellten die Stühle ans Bett und setzten sich.
,,So... Roxanne, Sebastian hat mir erzählt, dass du wegen eines Schulprojektes eine Woche hier leben wirst. Worum genau geht es in diesem Projekt?”
,,Uh...” Sie warf einen schnellen Blick zu LaCroix, der gerade offenbar ganz fasziniert von den Stuckarbeiten an der Wand war. ,,Es geht um... um Geschlechterrollen in der Bibel. Mr. Bach hat angeordnet, dass die Schülerinnen sich eine Woche lang ihrem zugeteilten Projektpartner gegenüber verhalten sollen, wie die Bibel es von Ehefrauen verlangt.”
Mrs. LaCroix warf ihrem Sohn einen pfiffigen Blick zu. ,,Ich verstehe. Und, wie findest du unser Haus bis jetzt? Hast du es dir in deinem Zimmer schon bequem gemacht?”
,,Dieser ganze Luxus ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber es ist zweifelsfrei sehr schön”, gab Roxanne zu. Mr. LaCroix war ihr schon sympathisch gewesen, aber Mrs. LaCroix hatte direkt etwas sehr Mütterliches an sich.
,,Warte, bis du die Gärten siehst, Kind. Ich will nicht prahlen, aber sie sind wirklich prächtig.”
,,Das bezweifle ich nicht, Mrs. LaCroix.”
,, ‘Mrs. LaCroix’? Oh, sei doch nicht so förmlich, mein Liebes, und nenn mich Celine. Nun, es ist schön, dass das Zimmer dir gefällt. Es ist wohl etwas voreilig von mir, das zu sagen, aber auch wenn dieses Projekt hier vorbei ist, würde Sebastian sich sicher darüber freuen, wenn du öfters bei uns zu Gast bist.”
,,Mutter!” Ein zarter Rotschimmer hatte sich auf LaCroixs Wangen gelegt, was seine Mutter mit einem dünnen Lachen quittierte. Das Lachen wurde bald unterbrochen, als Mrs. LaCroix das Gesicht verzog, als habe sie Schmerzen.
,,Ich werde den Doktor für dich rufen, Mutter. Wir wollen dich auch nicht weiter erschöpfen. Guten Abend.”
,,Ich hoffe, ihr kommt mich morgen noch einmal besuchen, Kinder”, sagte Mrs. LaCroix mit einem Lächeln.
,,Das werden wir”, versprach Roxanne an Stelle von LaCroix, ehe sie von eben jenem aus dem Raum gezogen wurde.

Sobald sich die Tür geschlossen hatte, drehte Roxanne sich zu LaCroix um. ,,Ist deine Mutter krank?”
,,Sie wurde vor drei Jahren mit Multipler Sklerose diagnostiziert”, antwortete LaCroix schlicht.
,,Oh... das.... das tut mir leid.”
,,Das muss es nicht. Komm, ich bring dich auf dein Zimmer. Ich schätze mal, dass du keine Schwierigkeiten haben wirst, dir den Abend zu vertreiben. Und denk an das, was ich dir gesagt habe: Verlasse unter keinen Umständen das Haus.”
Sie antwortete nicht, sondern plante schon, sich in den Garten zu schleichen, sobald LaCroix sie in Ruhe ließ.

Clarissa war bereits in Roxannes Zimmer und schüttelte gerade überflüssigerweise noch einmal die Kissen auf, als Roxanne und LaCroix zusammen den Raum betraten.
,,Clarissa, sei so gut und leiste Roxanne etwas Gesellschaft, bis man ihr ihren Hund zurückbringt, ja?”
,,Jawohl.”
Die Tür schloss sich wieder, und LaCroix war weg. Es vergingen nur wenige Sekunden, ehe Clarissa sich ungefragt an Roxanne wandte:,,Um in den Garten zu gelangen, muss die Sonnenkönigin nur den Korridor entlang in den zentralen Teil des Anwesens, die Treppe herunter und durch die Tür an der Stirnseite der Eingangshalle. Diese Tür führt in den Wintergarten und das Gewächshaus, und schließlich in den Garten.”
,,Uh... Danke. Bis später.” Roxanne verließ den Raum und Clarissa versuchte nicht einmal, sie aufzuhalten.

Die Gänge lagen im Halbdunkel, da die Sonne gerade unterging. Sie begegnete auf dem Weg niemandem und stand schließlich vor der Tür, die nach draußen führte.
Kühle Luft wehte ihr entgegen. Es war jene Zeit zwischen Herbst und Sommer, wo es schon kühler wurde, aber noch nicht zu kalt, um in kurzer Kleidung aus dem Haus zu gehen.
Der Garten war wirklich prächtig, wie Mrs. LaCroix gesagt hatte. Zwischen sorgfältig getrimmten Hecken und blühenden Blumenbeeten führte ein Weg aus einem bunten Mosaik durch das Gelände, über einen kleinen, künstlich angelegten Bach zu einer großen Wiese, auf der man die Blumen wild blühen ließ. Auf der Wiese stand auch ein großer Apfelbaum, an dem bald die Äpfel hängen würden. Roxanne konnte bereits einzelne unreife Früchte zwischen den Blättern erkennen.
Auf der Parkbank unter dem Baum ließ sie sich nieder und genoss einfach die frische Luft. Das Anwesen lag etwas außerhalb der Stadt und war deshalb von wesentlich reinerer Luft umgeben. Wann hatte Roxanne das letzte Mal Luft geatmet, die nicht mit Abgasen verpestet war? Das musste schon Jahre her sein, als sie das letzte Mal mit ihren Eltern zusammen ihre Großeltern auf dem Land besucht hatte.
Etwas raschelte im Gebüsch ganz in ihrer Nähe, und sie riss die Augen wieder auf. Da war jemand.
,,Sieh mal einer an. Wie kann es sein, dass so ein kleiner Leckerbissen hier ganz alleine sitzt?”
Die Stimme war tief und hatte einen extremen rumänischen Akzent. Roxanne sprang auf und entdeckte sofort denjenigen, der da gesprochen hatte. Ihr Herz sank in ihre Magengrube.
Das, was da mit ihr sprach, war nur noch vage als Mensch zu identifizieren. Sie hatte schon von Leuten gehört, die es mit Körperschmuck zu weit trieben. Sicher, in ihrem Freundeskreis hatten die meisten Piercings oder Tattoos. Aber der Mann, der da aus der Hecke hervorgetreten war, hatte keine Piercings oder Tattoos, zumindest nicht im Gesicht, sondern Implantate, die seinem Gesicht eine teuflische Form gaben. Hornartige Implantante an der Stirn und am Kinn, schwarz tätowierte Augäpfel und dazu rote Kontaktlinsen, wenn das nicht sogar seine natürliche Augenfarbe war. Weitere Implantate bildeten zwei Reihen von Hörnern über seinen kahlen Schädel. Seine gesamte Haut war vernarbt, ob von gescheiterten Körpermodifikationen oder aus Absicht konnte Roxanne nicht sagen. Obwohl es wegen dem ganzen Müll in seinem Gesicht schwer zu sagen war, schätzte sie ihn auf ca. 25 Jahre.
Seine Kleidung war so zerrissen, dass er zumindest um den Oberkörper herum kaum noch als “bekleidet” einzustufen war. Und unter den Fetzen, die wohl einmal ein T-Shirt gewesen sein mussten, sah Roxanne etliche Piercings und weitere Implantate.
,,Wer... wer bist du?!” Sie stolperte zurück und fiel dabei beinahe über die Bank. ,,Zu LaCroixs Leuten gehörst du sicher nicht!”
Die Freakshowattraktion lachte auf. ,,Nicht jeder liegt diesem Hänfling so zu Füßen, Süße.”
,,Was du nicht sagst”, knurrte Roxanne und versuchte, sich möglichst unauffällig umzusehen. Leider machten die Gärtner ihren Job offenbar zu gut, denn es lagen nirgendwo Äste oder dergleichen herum, die Roxanne als Waffe hätte gebrauchen können.
Der Fremde machte einen Schritt auf Roxanne zu, und sie wich zurück, bis sie mit dem Rücken gegen eine der Hecken stieß. Und schon stand er direkt vor ihr und hielt sie fest.
,,So... du hasst LaCroix? Natürlich tust du das... du bist doch ein schlaues Mädchen, nicht wahr?”
,,Lass mich los, du Freak”, schrie sie ihn an, doch er lachte nur erneut, und so aus der Nähe konnte Roxanne erkennen, dass er eine gespaltene Zunge hatte.
,,Schön, und widerspenstig dazu. Ich gebs nur ungern zu, aber LaCroix hat Geschmack. Allerdings gibt es noch einige Dinge, die man mit dir machen könnte, um deine Natur zu unterstreichen... Ich sehs dir an, du hast die Augen einer Jägerin, die Seele eines wilden Raubtieres. Warum sollte man das nicht nach außen reflektieren? Meine Familie und ich, wir könnten dir dabei helfen, deine innere Wildheit nach außen zu kehren-“
Weiter kam er nicht, denn ein Pistolenschuss hallte durch die Nachtluft, und die Kugel traf ihn direkt in die Schulter. ,,Argh!”
Roxanne konnte sich losreißen und sah zu LaCroix, der mit einer Pistole in der Hand keine vier Meter von ihr entfernt stand.
Sie war noch nie so unfassbar glücklich gewesen, ihn zu sehen.
,,Verzieh dich”, fuhr er den Fremden an mit kalter, harter Stimme an. Das, zusammen mit seiner Mimik und Körperhaltung verrieten, dass er es todernst meinte.
,,Heh.. Diesmal gewinnst du, LaCroix.” Der Fremde hielt sich die Wunde mit der Hand zu und zwinkerte Roxanne zu. ,,Ich erwarte, von dir zu hören, Vögelchen.”
,,Fahr zur Hölle”, erwiderte Roxanne dieselbe Verwünschung, die sie nun schon so oft LaCroix gewidmet hatte.
Der Angeschossene drehte sich um und verschwand wieder in den Büschen. Sobald er sich vergewissert hatte, dass er wirklich weg war, packte LaCroix Roxanne am Handgelenk und zerrte sie zurück zum Anwesen.

,,Ich hatte dir gesagt, du sollst drinnen bleiben!”
,,Eine Begründung wäre nett gewesen! Auf ‘Bleib lieber im Haus, weil ein Irrer hier frei herumläuft’ hätte ich garantiert anders reagiert als auf ‘Bleib im Haus weil ich es so sage’”, gab Roxanne hitzig zurück. ,,Was zum Teufel war das?”
,,Ein Tzimisce”, gab LaCroix bitter zurück. ,,Die Tzimisce sind ein Familienkult, der sich in der Stadt herumtreibt. Der, den du gesehen hast... der war noch harmlos. Einer der jüngeren Sprößlinge der Familie, aber das hält ihn sicher nicht davon ab, Ärger zu machen.”
,,Und warum war er hier?”
,,Um uns Angst zu machen. Nicht einmal aus einem besonderen Grund. Diese Familie liebt es, andere Leute zu terrorisieren. Und nicht nur das. In der Umgebung ihres Hauptquartieres sind schon öfter Menschen verschwunden, besonders junge Frauen. Man hat ihnen nie was nachweisen können, aber im Grunde weiß jeder, dass die etwas damit zu tun haben. Klar, irgendwie müssen die ja frisches Blut in ihre kranke kleine Familie bringen, damit die ständige Inzucht keine negativen Folgen hat.
Sie sind wie wilde Tiere, und sich so zu benehmen ist ihre Familienphilosophie. Ich habe mich von ihnen nie einschüchtern lassen, und ich befürchte, das haben sie als Herausforderung verstanden.”
,,Okay, also lass mich das zusammenfassen: Hier in der Nähe lebt ein Kult, in dem es durchaus üblich ist, dass sich Blutsverwandte untereinander... außerdem entführen sie junge Frauen und töten sie sogar? Und was soll das mit den ganzen Implantaten?”
,,Das ist in der Familie üblich, weil sie ‘ihre eigene tierische Natur nach außen hin zeigen wollen’. Ich nenne es lieber, was es ist: Gott spielen. Sie formen sich selbst und diejenigen, die das Pech haben, ihnen in die Fänge zu gehen, wie sie es wollen.”
Schließlich kamen sie vor Roxannes Zimmertür an.
,,So, da wären wir. Ich kann meinen Befehl nur wiederholen: Verlass auf keinen Fall alleine das Haus. Gute Nacht.” Damit drehte er sich um und ging, und Roxanne blickte ihm nach.

__________
Schreibend,
Lynessa Lavellan
"Vielleicht ist der wahre größte Schatz der Welt die fiktiven Charaktere in die wir uns auf dem Weg verliebt haben."
-Ich, 2018

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Re: Ventilatorengeschichten

Beitragvon Sr. Maria Bernadette » 06.04.2016, 22:44

Liebe Lynessa,

Das neue Kapitel gefällt mir sehr. Literarisch wie gewohnt sehr gut, nur diese Roxanne gefällt mir immer weniger. Das Gör ist vorlaut und benimmt sich wie eine billige Dirne. Sie sollten diesem Jüngling dienen und nicht widersprechen. Deswetiern muss das Weibsbild Erwachsenen gegenüber freundlich und demütiger sein.

Tee trinkend,

Sr. Maria Bernadette
(Jesaja 41:10) Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir. Blicke nicht gespannt umher, denn ich bin dein GOTT. Ich will dich stärken. Ich will dir wirklich helfen. Ja, ich will dich festhalten mit meiner Rechten der Gerechtigkeit.


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