Ventilatorengeschichten

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Sr. Maria Bernadette
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Re: Ventilatorengeschichten

Beitragvon Sr. Maria Bernadette » 13.06.2016, 00:29

Liebe Lynessa,

vielen Dank für diese wundervolle Geschichte. Es ist schön zu sehen wie dein Talent immer besser wird. Du hast mir damit wahrlich eine Freude gemacht und ich werde sie sicher noch oft lesen.

Dankend,

Sr. Maria Bernadette (Für dich immer Jessica)
(Jesaja 41:10) Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir. Blicke nicht gespannt umher, denn ich bin dein GOTT. Ich will dich stärken. Ich will dir wirklich helfen. Ja, ich will dich festhalten mit meiner Rechten der Gerechtigkeit.

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Lynessa Lavellan
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Re: Ventilatorengeschichten

Beitragvon Lynessa Lavellan » 03.11.2017, 21:27

Werte Gemeinde,

die nun folgende Geschichte ist etwas ganz Besonderes, denn sie ist eine Neuauflage (unredl. Remake) der ersten Geschichte, die ich jemals geschrieben habe. Zuerst hatte ich überlegt, die Originalversion zu Vergleichszwecken zusammen mit den neu geschriebenen Kapiteln hochzuladen, habe mich aber dagegen entschieden. Ich bin ziemlich sicher, dass es als Körperverletzung gelten könnte, meine Leser meiner damaligen Schreiberei auszusetzen. Falls doch jemand Interesse daran hat, kann derjenige sich gerne bei mir melden. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Spaß!

Lynessa Lavellan präsentiert voller Stolz:


Ein (neues) großes Abenteuer


Kapitel 1
In eine neue Welt


Schicksal ist etwas Seltsames. Ein Knäuel aus Fäden und Strängen, die am Ende doch immer genau dort enden, wo sie hingehören. So ist es schon immer gewesen. Aber manchmal fragte ich mich ernsthaft, ob es für mich sowas wie ein Schicksal überhaupt gab. Dann, eines Tages, wurde meine Frage mit einem Schlag beantwortet,- und das brutaler, als ich es gewünscht hätte.

Der Tag begann wie jeder andere auch. Ich wachte auf, lange bevor mein Wecker klingeln würde und verbrachte einige Minuten damit, in der Dunkelheit meines Zimmers an die Decke zu starren. In meinem Kopf ging ich schon einmal meinen Tagesablauf durch. Zur Arbeit, dann meiner kleinen Schwester bei den Hausaufgaben helfen, und dann... tja, dann was?
Ich hätte gerne etwas mit meinen Freundinnen unternommen, aber die meisten von ihnen hatten inzwischen eine bessere Hälfte und waren deshalb zu beschäftigt. Gerade jetzt im Sommer, wo sich viele von ihnen auch Urlaub genommen hatten um die Sonne zu genießen.
Manchmal war es einfach nervig, der einzige Single der Gruppe zu sein.
Ich stand auf, mir nebenbei den Schlafsand aus den Augen reibend, zog mich an und machte mich dann auf dem Weg in die Küche, wo dem Geruch nach meine Mutter schon das Frühstück vorbereitete.

,,Guten Morgen, Cassie“, grüßte meine Mutter mich. ,,Hast du gut geschlafen?“
Sie stand noch im Nachthemd an der Küchentheke und packte gerade das Lunchpaket für meine Schwester zusammen.
Ich griff mir einen Apfel aus der Obstschale neben dem Kühlschrank und zuckte mit den Schultern. ,,Eh, es ging. Bei der Hitze kann ich nie so richtig einschlafen.“
Sie sah zu mir herüber. ,,Du könntest ruhig mal mit Genny und mir frühstücken, statt dir immer nur einen Apfel zu nehmen und dann zu verschwinden, weißt du.“
,,Ach Mama, du kennst mich doch. Ich bekomme morgens einfach nichts runter.“ Und wenn doch, dann rächte es sich meistens im Laufe des Tages.
Ich sah mich um. ,,Wo wir gerade von Genny reden, wo ist sie?“ Normalerweise saß meine kleine Schwester zu dieser Zeit schon am Frühstückstisch und wartete sehnsüchtig auf ihren Kakao.
,,Sie ist eben rausgegangen. Offenbar ist Tinka wieder auf den alten Kirschbaum geklettert und kommt nicht mehr herunter.“
Ich rollte mit den Augen. Tinka war unsere Katze; eine schöne europäische Hauskatze mit schneeweißem Fell, deren hübsches Aussehen leider einen ziemlich schlichten Geist zu verbergen schien. Wie sonst sollte man es erklären, dass sie ständig auf den Baum kletterte, obwohl sie offenbar Höhenangst hatte?
,,Ich gehe eben und hole sie.“ Damit schob ich mir das letzte Stück des Kerngehäuses in den Mund und warf den Stiel des Apfels beim hinausgehen in den Hausmüll.

Genny stand tatsächlich unter dem alten Kirschbaum und hatte den Kopf in den Nacken gelegt.
Ich legte ihr eine Hand auf die Schulter. ,,Geh rein zum Frühstück. Ich hol Tinka runter.“
Sie drehte sich kurz zu mir um, sah von der Katze in der Baumkrone zu mir und wieder zurück, und lief dann rein.
Ich sah ihr mit einem leichten Lächeln hinterher. Genny war ein ziemlich schüchternes Mädchen von gerade zehn Jahren, und wenn es Muskelarbeit zu tun gab, fragte sie in der Regel mich. Es erfüllte mich schon fast mit stolz, wie sehr meine Schwester sich auf mich verließ.
Ich war schon tausende Male auf den Baum geklettert, also zögerte ich nicht, nach dem tiefsten Ast zu greifen und mich von dort aus vorsichtig hochzuhangeln.
Tinka sah mir dabei zu, die Augen weit aufgerissen und den Schwanz aufgebauscht.
,,Was ist denn los, Tinka? Komm her zu mir“, redete ich auf sie ein, doch sie rührte sich nicht vom Fleck.
Großartig, dachte ich und suchte Halt auf einem dicken Ast ganz oben im Baum. Gerade streckte ich die Hand nach meiner störrischen Katze aus, da fiel mir auf, dass in einem kleinen Riss im Holz etwas glitzerte.
Konzentration, Cass!, versuchte ich mir zu sagen, doch der Gegenstand übte eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf mich aus. Vorsichtig beugte ich mich runter, dabei stets darauf bedacht, nicht das Gleichgewicht zu verlieren, und untersuchte den Riss näher.
Es sah fast schon aus, als hätte jemand mit einem Messer eine Kerbe in den Ast geritzt, um den Gegenstand darin zu verstecken. Aber wer würde sich bitte die Mühe machen, auf einen Baum in meinem Garten zu klettern, um... was auch immer das war dort zu deponieren?
Ich pulte das Objekt heraus und hielt es vor mein Gesicht. Es war ein roter Splitter. Glas?, dachte ich erst, aber es fühlte sich nicht wie Glas an, eher wie eine Art Stein.
Mit einem leichten Kopfschütteln beschloss ich, dass ich mir darüber auch später Gedanken machen konnte, und griff mir endlich Tinka, die nun, da der seltsame Stein außer Sicht war, viel ruhiger wirkte.

,,Da bist du ja!“ Meine Mutter sah mich mit erhobener Augenbraue an. ,,Du hast so lange gebraucht, wir hatten schon befürchtet, du wärst vom Baum gefallen.“
,,Mama, ich klettere schon auf diesem Baum herum solange ich denken kann.“
,,Das heißt nicht, dass Unfälle nicht passieren können.“
Ich rollte erneut mit den Augen. Sie hatte recht, aber das wollte ich mir nicht eingestehen. ,,Wie auch immer. Ich muss los. Bis heute Nachmittag.“
Damit griff ich nach meiner Tasche, die ich zuvor in der Küche hatte liegen lassen, und verließ das Haus.

Der restliche Tag verlief recht unspektakulär. Ich arbeitete in einer Werkstatt für psychisch kranke Menschen, und dort war es immer recht ruhig. Außer natürlich, wir bekamen einen neuen Auftrag rein.
Meine Arbeitskolleginnen redeten alle über ihre Partner und Familien. Normalerweise hätte mich das gestört, allein aus Frustration, dass ich noch alleinstehend war, während eine Kollegin, die gerade ein Jahr älter war als ich, schon ihr zweites Kind erwartete, aber an diesem Tag war ich zu abgelenkt, um mich darüber zu ärgern. Meine Gedanken wanderten immer wieder zu dem Stein in meiner Hosentasche. Wie war er in den Baum gekommen? Und warum?
Genny hatte ihn sicher nicht dorthin getan. Sie hatte sich noch nie getraut, auf den Baum zu klettern, und um ehrlich zu sein war ich froh darüber. Es wäre zu gefährlich für sie.
,,Cassie, sag mal, wie siehts eigentlich bei dir aus?“, fragte eine meiner Kolleginnen und grinste bedeutend. ,,Du bist doch letztens mit diesem süßen Typen ausgegangen, den du in der Bibliothek getroffen hast. Wie wars?“
,,Hm“, erwiderte ich etwas widerwillig. Das Date war alles Andere als glänzend gelaufen. Er war zwar gutaussehend gewesen, aber auch furchtbar selbstverliebt. Er hatte die gesamte Zeit damit verbracht, von sich selbst und seinen Zukunftsaussichten zu schwärmen, hatte am Ende drauf bestanden, dass er die Rechnung bezahlt und dann so getan, als schulde ich ihm etwas dafür, obwohl ich mehrmals gesagt hatte, ich wolle meinen Teil selbst bezahlen.
Ich hatte seine Nummer danach ganz schnell blockiert und hoffte inständig, ihm nicht mehr zu begegnen. ,,Ist nichts geworden.“
Mitleidige Blicke begegneten mir, und ich lachte. ,,Kommt schon Leute. Ist ja nicht so, als wäre ich verzweifelt darauf aus, in eine Beziehung zu kommen.“
,,Aber wenn du so weitermachst, wirst du als alte Jungfer enden“, gab eine weitere Kollegin zu bedenken.
,,Und? Ist doch nicht schlimm. Dann hole ich mir zwanzig Katzen und werde als schrullige alte Katzenlady bekannt.“ Ich kicherte. ,,Oder ich finde entgegen aller Erwartungen doch noch einen Prinzen, der mich auf sein Schloss mitnimmt.“
Die anderen Frauen lachten gutmütig, und damit war das Thema scheinbar gegessen. Glücklicherweise.

Am Abend legte ich mich ins Bett. Genny hatte heute nicht allzu viele Hausaufgaben aufgehabt, deshalb konnte ich mich schon recht früh in mein Zimmer zurückziehen.
Dort wollte ich mir endlich die Zeit nehmen, den Steinsplitter genauer anzusehen. Er war, wie ich am Morgen schon festgestellt hatte, tiefrot und in etwa so lang und dick wie mein Zeigefinger. Er schien von einem größeren Stein abgebrochen zu sein.
Nach einer Weile, in der ich den Stein in meiner Hand gedreht hatte, um noch irgendwelche Besonderheiten zu erkennen, legte ich ihn seufzend auf meinen Nachttisch. Am nächsten Tag hatte ich frei, da konnte ich mich noch weiter damit beschäftigen.

Ich träumte in dieser Nacht sehr intensiv. Gesichter und Orte, die ich noch nie zuvor gesehen hatte, zogen an meinem Inneren Auge vorbei, und ehe ich mich auf eine Szene konzentrieren konnte, war sie schon vorbei und eine andere hatte ihren Platz eingenommen.
Zuletzt sah ich ein wunderschönes Mädchen mit langen blonden Haaren, das einen roten Splitter in eine glänzende Quelle fallen ließ, und wie aus weiter Ferne hörte ich eine Stimme sagen:,,Wohin auch immer das Schicksal ihn trägt, er darf niemals Ganondorf in die Hände fallen!“
Danach schreckte ich hoch, schweißgebadet und mit wild klopfendem Herzen.
Es war noch dunkel, und als ich mich umdrehte, glaubte ich für einen Moment, der Splitter würde leuchten.
Ich nahm ihn in die Hand und setzte mich auf. Was dichtete mein Gehirn da bitte für seltsame Dinge zusammen? Und warum beschäftigte dieser Splitter mich so sehr?
Ich ließ mich wieder zurück in mein Kissen fallen und schloss die Augen, bis ich langsam zurück in Morpheus' Arme sank.
Dieses Mal war der Traum anders. Ich war in einem Wald, und lag am Fuße eines Baumes, der seiner Größe nach zu urteilen schon mehrere Jahrhunderte alt sein musste. Astlöcher und Unebenheiten in der Rinde ließen es aussehen, als habe er ein Gesicht, als könne er jeden Moment anfangen, zu sprechen.
Ich lag nur da, und im Traum fiel es mir überhaupt nicht ein, aufstehen zu wollen. Ich fühlte mich... friedlich.

Als ich diesmal aufwachte, konnte ich das Licht der Morgensonne schon durch meine geschlossenen Augenlider sehen. Eine warme Sommerbrise strich über mich, und ich lächelte.
Ein schöner Morgen. Aber etwas störte mich. Ich streckte die Hand nach meinem Nachttisch aus, ein Handgriff so vertraut, dass ich ihn auch mit geschlossenen Augen hinbekam, aber statt des glatten Holzes des Möbelstücks fühlte ich, wie etwas meine Handfläche kitzelte.
Gras? Mein noch träger Verstand wollte es als Traum abtun, aber dann runzelte ich verwirrt die Stirn. Träume fühlen sich in der Regel nicht so real an.
Über mir ertönte ein tiefes „Hm...“, das trotz seiner beträchtlichen Lautstärke eher nachdenklich als bedrohlich klang. Ich riss die Augen auf und stemmte mich hoch. Ich lag am Fuße eines riesigen Baumes, an meiner Kleidung klebte Gras und Erde, und ein dicker Käfer saß gemütlich auf meiner Schulter.
Ich zupfte ihn von meiner Kleidung und setzte ihn vorsichtig auf den Baumstamm, neben der ich lag, ehe ich ganz aufstand und mich umsah.
Erneut ertönte das „Hm...“, diesmal wenn möglich noch bedächtiger klingend. Dann, eine Stimme, die alt und gleichzeitig jung klang. ,,Eine Fremde, aber weder Hylianerin, noch Gerudo, Gorone oder Zora. Und erst recht keine Kokiri.“
,,Wer... wer hat das gesagt?“, fragte ich hektisch und sah mich um, doch ich war alleine auf der Waldlichtung.
,,Hmhm... sie spricht unsere Sprache. Hm....“
,,Hör auf, über mich zu reden, als sei ich nicht hier, und zeig dich!“, forderte ich, hoffend, dass die Wut in meiner Stimme meine offensichtliche Angst verbarg.
,,Sieh auf, dann siehst du mich“, antwortete die Stimme ruhig. Ich tat, wie mir geheißen, und sobald ich erkannte, wer da mit mir sprach, öffnete sich mein Mund zu einem stummen, entsetzten Schrei.
Es war der Baum, von dem ich geträumt hatte. Das Gesicht aus Astlöchern war vollkommen regungslos, und doch fühlte ich mich, als würde der alte Baum mich direkt ansehen.
,,Was...“
,,Du hast etwas verloren... etwas Wichtiges... etwas Mächtiges...“
Ich wollte zu einer weiteren Frage ansetzen, da sah ich im Gras an der Stelle, wo ich gelegen hatte, etwas aufblitzen.
Der Kristallsplitter. Ich war mit ihm in der Hand eingeschlafen.
,,Nimm ihn an dich.“ Der Baum sprach ruhig und sanft, aber trotzdem fühlte es sich wie ein Befehl an. Nicht sicher, wozu dieser magische Baum imstande wäre, wenn ich nicht tat, was er wollte, hob ich den Stein auf und steckte ihn in die Brusttasche meines Shirts.
Ich schlief öfters in Klamotten, deshalb war ich nicht allzu überrascht, dass ich meine Tageskleidung noch trug. Nur Schuhe und Socken hatte ich vor dem Zubettgehen ausgezogen, deshalb stand ich gerade barfuß da.
,,Uhm... Entschuldigung, Herr... uh.. Baum. Kannst du mir vielleicht sagen, wo ich hier bin? Und wie ich hierher gekommen bin?“
Der Baum schwieg für einen Moment, offenbar sorgfältig abwägend, was er sagen sollte. Dann begann er, zu sprechen:,,Dies ist der Kokiri-Wald, Heimat des immerjungen Volkes der Kokiri. Ich bin der Große Dekubaum, Wächter über diesen Ort. Dein plötzliches Erscheinen wurde zweifelsfrei durch das Artefakt, das du bei dir trägst, hervorgerufen.“
,,Artefakt...“ Ich griff an meine Brusttasche. ,,Etwa den Splitter?“
,,Splitter...“, murmelte der Dekubaum. ,,Ja, so kann man es nennen. Seine wahre Natur wird sich dir zweifelsfrei noch enthüllen. Doch nun musst du dich sputen; schon zu lange verweilst du hier im Wald.“ Nun hob er die Stimme:,,Nalu, zeig dich!“
Aus dem dichten Blätterwerk kam ein kleines, rundes Licht herabgestiegen.
,,Nalu“, fuhr der Dekubaum fort. ,,Geleite dieses Mädchen aus dem Wald heraus. Es ist Eile geboten; der Zauber über dem Wald wird bald zu wirken beginnen.“
Das Licht schwirrte einmal um mich herum und dann vom Dekubaum und mir weg. Ich sah ihm hinterher, drehte mich aber nochmal zu dem alten Baum um. ,,Vielen Dank für die Hilfe.“
,,Geh nun.“ Er war offenbar nicht an einer weiteren Unterhaltung interessiert.

Das Licht war wesentlich schneller als ich, deshalb hatte ich einige Schwierigkeiten, mitzuhalten.
Bald schon traten wir auf eine weitere Lichtung, auf der sich ein kleines Dorf befand. Und es war wirklich klein; alles, von den Schildern zu den Häusern war in Kindergröße. Und, wie ich feststellen musste, als einige Bewohner des Dorfes neugierig die Köpfe aus ihren Häusern reckten, passte das sehr gut zu den Leuten, die diesen wundersamen Ort bevölkerten.
Kinder, dachte ich leicht erschrocken. Hier gibt es nur Kinder!
Ich folgte dem Licht weiter, mich immer wieder umdrehend, um mir die Umgebung einzuprägen. Ein Dorf voller Kinder, ganz alleine, ohne Erwachsene.
Als Kind hätte ich so eine Aussicht geliebt. Nun, als Erwachsene, weckte sie in mir nichts als Sorge.

Ich war fast schon zu schnell für meinen Geschmack am Ausgang des Waldes angelangt. Ein großer, ausgehöhlter Baumstamm diente als Durchgang und scheinbar auch Markierung des Ausganges.
Das Licht, dem ich die ganze Zeit gefolgt war, schwebte einen Moment auf der Stelle. Ich lächelte es an. Wenn es einen Namen hatte, musste es ja irgendwie auch lebendig sein und ein Bewusstsein besitzen, oder? Also verbeugte ich mich leicht und sagte:,,Vielen Dank, dass du mir den Weg nach draußen gezeigt hast.“
Es flog noch einmal einen Kreis um mich, und schoss dann in Richtung Wald davon. Ich sah ihm einen Moment nach, ehe ich durch den Baumstamm trat.
--------

Schreibend,
Lynessa Lavellan
"Vielleicht ist der wahre größte Schatz der Welt die fiktiven Charaktere in die wir uns auf dem Weg verliebt haben."
-Ich, 2018

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Re: Ventilatorengeschichten

Beitragvon Herbert Dettmann » 03.11.2017, 21:38

Lynessa Lavellan präsentiert voller Stolz:
Werte Frau Lavellan,

Stolz ist eine Todsünde! Hüten Sie sich vor dieser Todsünde.

Redlichst warnend,
Herbert Dettmann
»Wie in allen Gemeinden der Heiligen lasset eure Weiber schweigen in der Gemeinde; denn es soll ihnen nicht zugelassen werden, daß sie reden, sondern sie sollen untertan sein, wie auch das Gesetz sagt.«

k1 (1. Korinther 14,34)
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Re: Ventilatorengeschichten

Beitragvon Lynessa Lavellan » 03.11.2017, 21:44

Werter Herr Dettmann,

och, und dabei ist Stolz meine Lieblingstodsünde, dicht gefolgt von Trägheit.

Kichernd,
Lynessa Lavellan
"Vielleicht ist der wahre größte Schatz der Welt die fiktiven Charaktere in die wir uns auf dem Weg verliebt haben."
-Ich, 2018

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Re: Ventilatorengeschichten

Beitragvon Lynessa Lavellan » 28.07.2018, 13:39

Werte Gemeinde,

hiermit präsentiere ich Ihnen das zweite Kapitel von Ein (neues) großes Abenteuer.

________
Kapitel 2
Vom Wald in die Wüste

Ich trat aus dem Stamm hervor und mir blieb der Mund offen stehen. Vor mir erstreckte sich eine Steppe, so weit das Auge reichte. Wohin sollte ich gehen? Ich war ganz offensichtlich aus dem Wald raus, und der Dekubaum hatte diesem seltsamen Licht nur die Anweisung gegeben, mich bis zum Ende des Waldes zu begleiten.
Frustriert stampfte ich mit dem Fuß auf, und trat dabei direkt auf ein Steinchen.
Die Art, wie ich vor Schmerz die Augen aufriss und auf meinem Hintern landete, wäre wohl witzig gewesen, wäre meine Situation nicht so ernst gewesen. Für ein paar Minuten blieb ich sitzen und rieb meinen Fuß, bis es nicht mehr wehtat.
Noch immer recht orientierungslos stand ich auf und ging einfach los, hoffend, irgendwann auf Zivilisation zu treffen. Entweder das, oder ich würde irgendwann eines grausamen Todes durch Hunger oder Durst sterben. Aber so wie es gerade aussah, war das meine einzige Option.

Ich war bestimmt schon ein paar Stunden unterwegs, zumindest deutete der Stand der Sonne darauf hin. Immerhin schien es bei der Sonne hier genau so zu sein wie Zuhause. Im Osten ging sie auf, im Westen ging sie unter. Glaubte ich zumindest. Ich hatte nicht wirklich einen Kompass dabei, um es zu bestätigen. Vielleicht gab es so ein Konzept wie die Himmelsrichtungen in dieser Welt auch überhaupt nicht.
Der Gedanke bereitete mir Kopfschmerzen. Dies war eine fremde Welt, mit lebendigen Lichtern und sprechenden Bäumen und seltsamen Kristallen. Hier war doch alles möglich.
Noch ein paar Stunden weiter, und die Sonne neigte sich bereits. Bald wäre es Nacht, und ich hatte nichts, um mich vor Wind, Wetter und möglichen Angreifern zu schützen.
Fantastisch.
Ich lief weiter, mangels Alternativen, bis es ganz dunkel geworden war und ich hinter mir ein Knirschen und Klappern hörte. Ich drehte mich um, und brachte diesmal sogar einen Schrei hervor; da stand ein Skelett vor mir. Stand, wie in: Es war für etwas, das weder Fleisch noch Muskeln noch Haut hatte, erstaunlich lebendig. Rückblickend hätte mich das nach meiner Begegnung mit dem Dekubaum wahrscheinlich nicht so überraschen sollen, aber dieser Geselle war ganz offensichtlich nicht auf Smalltalk aus.
Ohne weiter nachzudenken drehte ich mich auf Absatz um und rannte, so weit meine müden Füße mich tragen konnten.

Bald änderte sich das Terrain unter mir, das saftige Gras wich grobem Sand, der immer feiner wurde, je weiter ich rannte.
Schließlich kam ich an einer Klippe an, die wie ein gewaltiger Riss in der Erde zwischen mir und meinem weiteren Weg stand. Ich fluchte, außer Atem, hielt dann aber kurz inne und lauschte.
Kein Klappern, kein Knirschen. Das Gerippe war mir scheinbar nicht so weit gefolgt.
Erleichtert lehnte ich mich an eine Felswand und ließ mich von dort aus zu Boden sinken. Mein Herz hämmerte schmerzhaft in meiner Brust, und für einen Moment hatte ich Angst, es würde aufgeben.
Aber nach ein paar Minuten wurde es wieder ruhiger, und damit auch ich. So ruhig, dass ich wegzudämmern begann.

Ich erwachte durch Stimmen um mich herum, gelegentlich unterbrochen durch das Schnauben von Pferden.
Schlaftrunken, wie ich war, lächelte ich in mich hinein. Es war lange her, seit ich das letzte Mal ein Pferd gesehen hatte. Das letzte Mal war ich zwölf gewesen, und mein Vater hatte mich zu einem Reiterhof mitgenommen.
,,Schaut mal, sie lächelt!“
,,Lächelt? Was gibt’s denn hier bitte zu lächeln?“
Ich spürte, wie jemand mich mit der Schuhspitze anstupste. ,,He, aufwachen.“
Das ließ mich den Kopf heben. ,,Uh?“, gab ich wenig geistreich von mir. Es brauchte einen Moment, ehe meine Augen sich an das Tageslicht gewöhnten und ich die Person, die da mit mir sprach, erkennen konnte. Ich hatte schreckliche Kopfschmerzen, wahrscheinlich weil ich seit dem vorherigen Tag nichts mehr getrunken oder gegessen hatte.
Es war eine Frau. Groß gewachsen, mit dunkler Haut und kurzen roten Haaren.
Sie hatte sich ein wenig über mich gebeugt und betrachtete mich mit unverhohlener Neugier. ,,Was treibt ein Mäuschen wie dich ins Gebiet der Gerudo?“
,,Ge... Gerudo?“, fragte ich.
Bevor die Frau antworten konnte, ertönte hinter ihr eine Stimme:,,Wir nehmen sie mit.“
,,Naboru, bist du sicher? Sie ist eine Außenseiterin-“
,,Eine Außenseiterin, sicher, aber immerhin kein Mann. Und keine Hylianerin.“
Die Frau, die vor mir stand, trat einen Schritt beiseite und gab den Blick auf eine Gruppe von Frauen frei, die ebenso wie sie selbst dunkle Haut und rote Haare hatten. Eine von ihnen, deren Kleidung besonders kunstvoll bestickt war, ließ ihr Pferd vortreten und beugte sich im Sattel vor.
,,Hm, und ein hübsches Ding ist sie auch. Iiori, du nimmst sie auf dein Pferd.“
Die Angesprochene verbeugte sich vor Naboru. ,,Natürlich, Naboru.“ Ohne groß gefragt zu werden packte mich die Frau, die mich angestupst hatte, und die von der Anführerin mit 'Iiori' angesprochen worden war, auf ihr Pferd und stieg dann selbst auf. ,,Festhalten, Kleines“, wies sie mich an.
Darauf wäre ich ja von alleine nie gekommen, dachte ich, hütete mich aber, es offen auszusprechen.
Leider hatte Iiori nicht genug Klamotten an, an denen ich mich hätte festhalten können. ,,Äh...“
Ich konnte ihr Gesicht nicht sehen, konnte mir aber lebhabt vorstellen, wie sie Augen verdrehte. Sie murmelte etwas, das stark nach „Verklemmte Göre“ klang, griff meine Arme und zog nach vorne, um ihre Taille herum. ,,Denkst du, du kannst das ein wenig aushalten, ohne deine kostbare Unschuld zu verlieren?“, fragte sie spöttisch, und ich spürte, wie mein Gesicht heiß wurde. ,,Ich... äh... sicher...“
,,Gut, dann kann es ja losgehen.“ Sie ließ das Pferd antraben, und ich klammerte mich fester an sie als beabsichtigt, in der Hoffnung, nicht allzu sehr durchgerüttelt zu werden.

Schon bald fiel mir auf, wie heiß mir wirklich war, und Iioris Körperwärme hatte nur wenig damit zu tun.
,,Sie sollte uns dankbar sein“, sagte eine der Frauen weiter vorne in der Gruppe. ,,Sie sieht nicht so aus, als wisse sie, wo sie hinwollte. Und wir wissen alle, was mit solchen Leuten in der Wüste geschieht.“
,,Wenn unsere Wachen sie nicht schon vorher entdeckt und in den Kerker geworfen hätten“, stimmte eine weitere Frau zu.
Wüste. Das erklärte die Hitze. Zwar war es seltsam, dass fruchtbares Land so nah neben einer Wüste existierte, aber wie ich bereits festgestellt hatte, war in einer Welt wie dieser alles möglich.
Naboru fiel etwas zurück, sodass ihr Pferd nun neben Iioris hertrottete. ,,Ich muss doch wohl nicht eifersüchtig werden?“, feixte sie und wies auf mich.
,,Wegen eines schwächlichen kleinen Mädchens? Das soll wohl ein Witz sein.“ Iiori schien der Spott überhaupt nicht zu interessieren. ,,Keine Frau der Welt kann dich übertreffen, Naboru, und das weißt du.“
,,Hey, ich bin kein kleines Mädchen!“, protestierte ich, woraufhin Iiori mir einen Klaps auf den Arm gab. ,,Eine erwachsene Frau würde nicht einfach so ohne guten Grund und ohne dazuzugehören ins Gebiet der Gerudo stolpern. Wenn du wie eine Frau behandelt werden willst, dann fang an, dich so zu benehmen.“
,,Du kennst mich seit vielleicht zehn Minuten! Wie willst du bitte wissen, wie ich mich verhalte?“ Ich wurde immer genervter.
Naboru grinste. ,,Oh, wir haben einen kleinen Wildfang gefunden. Das wird noch spaßig.“

Es ging eine Weile so weiter. Die Frauen um mich herum stichelten, aber es kam mir nicht bösartig vor. ,,Da wären wir“, sprach Iiori mich wieder an und deutete auf etwas, das ich erst für eine Ansammlung an Lehmhäusern gehalten hatte, was aber bei nährer Betrachtung ein riesiger Komplex mit mehreren Eingängen war.
,,Die Festung der Gerudo.“ Ich konnte deutlich Stolz aus Iioris Stimme heraushören. ,,Das Zuhause unseres Volkes.“
Und tatsächlich tummelten sich vor der Festung noch weitere Frauen mit roten Haaren und dunkler Haut; die meisten von ihnen besaßen einen athletischen bis muskulösen Körperbau und waren ebenso gekleidet wie meine Begleiterinnen.
,,Es ist... schön“, sagte ich zaghaft, in der Hoffnung, Iiori mit einem Kompliment wie diesem etwas milder zu stimmen.
,,Nicht sehr überzeugend“, antwortete sie und ich zog den Kopf ein.
Die übrigen Bewohnerinnen der Festung wurden schnell auf uns aufmerksam.
Seltsam, dachte ich. Leben hier überhaupt keine Männer?
Eine Frau kam auf uns zugelaufen. ,,Naboru! Du kommst gerade rechtzeitig. König Ganondorf ist gerade aus der Wüste zurückgekehrt!“
Ich hörte Naboru fluchen. ,,Iiori, bring das Mädchen in eine der Zellen. Ich versuche, Ganondorf abzulenken. Er darf sie unter keinen Umständen sehen, verstanden?!“
,,Zu Befehl!“ Iiori stieg vom Pferd und zog mich mit sich herunter. ,,Schön mitkommen. Denk nicht einmal daran, Ärger zu machen.“
Eine Zelle... sie wollten mich einsperren? Ich wollte protestieren, aber Iiori brachte mich mit einem Blick zum Schweigen.

Im Schatten der Festung war es etwas kühler, aber das beruhigte mich auch nicht, als Iiori mich in eine kleine Zelle schob und die Tür hinter mir zuschnappte.
Iiori drehte sich noch einmal zu mir um. ,,Hier bleibst du erst einmal.“ Damit ging sie, ohne weitere Erklärungen.
Ich ließ mich gegen die Gitterstäbe sinken und wischte mir übers Gesicht. Die Aufregung des Tages, und die Angst holten mich ein, und bevor ich es wusste waren meine Wangen nass vor Tränen.
Das konnte doch alles nur ein Traum sein, oder? Aber die Kühle der metallenen Gitterstäbe fühlte sich zu real an. Wie war ich hierher gekommen?
Ich wusste nicht, wie lange ich mich in meinem Selbstmitleid gesuhlt hatte, aber irgendwann ließen sich nähernde Stimmen mich aus meinen Gedanken schrecken.
,,Und du sagst, Naboru hat diesen Eindringling dort in eine Zelle gesteckt?“
Die Stimme war tief und gehörte ganz eindeutig zu einem Mann. Ich stellte mich schlafend, während eine zweite Stimme, weiblich diesmal, antwortete:,,Jawohl, Herr. Naboru und Iiori haben das Mädchen von ihrem Raubzug mitgebracht.“
,,Es ist so typisch für Naboru, so etwas vor mir geheimhalten zu wollen.“ Der Mann klang dabei sehr abwertend. Offenbar konnte er Naboru nicht besonders gut leiden.
Die Geräusche waren nun ganz nah, und ich spürte wie sich meine Nackenhaare aufstellten, als ich die Blicke der beiden auf mir spürte.
Einen Moment lang herrschte Stille, dann...
,,Das ist sie?“
,,Jawohl, Herr. Was gedenkt Ihr mit ihr zu tun?“
,,Das werden wir sehen. Bring sie zu mir, sobald sie aufwacht.“ Offenbar entfernte der Mann sich, wenn ich die Schwere der Schritte richtig einschätzte, und ließ die Frau bei meiner Zelle zurück.
Es herrschte Schweigen, aber ich konnte noch immer ihren Blick auf mir ruhen spüren.
,,So ein mickriges kleines Ding“, murmelte sie zu sich selbst, und ging.

Ich musste wohl eingenickt sein, denn als ich das nächste Mal die Augen öffnete, beugte Naboru sich über mich. ,,Wach auf, verdammt!“
,,Hmrm?“, gab ich wenig geistreich von mir, ehe ich wieder ganz wach war.
,,Keine Zeit für große Erklärungen. Steh auf. Du musst von hier verschwinden. Wenn Ganondorf-“
,,Wenn ich was?“, ertönte eine tiefe Stimme von außerhalb der Zelle, und sowohl Naboru als auch ich selbst hielten entsetzt inne. Naboru drehte sich langsam um, Zähne fletschend wie eine Wölfin, die ihre Welpen schützen wollte.
Nun konnte ich den Mann sehen; er war groß, sehr groß sogar, war muskulös und breitschultrig, und hatte dieselbe dunkle Haut und roten Haare wie alle, die in dieser Festung lebten. Seine goldenen Augen waren auf Naboru gerichtet.
,,Ich muss dir wohl nicht extra erklären, dass es sich nicht gehört, Geheimnisse vor deinem König zu haben, nicht wahr, Naboru?“ Er machte einen Schritt auf uns zu, und Naboru drängte mich zurück zur Wand.
,,Das Mädchen hat nichts getan. Lass sie in Ruhe.“
Ganondorf kam noch einen weiteren Schritt auf uns zu, und plötzlich begann meine Brusttasche zu leuchten, ebenso wie sein linker Handrücken. Seine Augen weiteten sich, ehe sein Blick seine Arroganz verlor. Stattdessen wurde sein Gesichtsausdruck fordernd. ,,Mädchen. Was du da in der Tasche hast. Gib es mir.“
Ich legte meine Hand auf den glühenden Kristallsplitter. ,,Niemals.“
Ganondorf sah schon aus wie eine Raubkatze, bereit, ihre Beute anzuspringen. Ich erinnerte mich an den Traum. Er war der Mann, von dem das Mädchen gesprochen hatte. Er durfte den Splitter unter keinen Umständen in die Finger bekommen. Aber was sollte ich unter diesen Umständen tun?
Rückblickend war das, was ich als nächstes tat, eine Kurzschlussreaktion. Ich holte den Splitter aus der Tasche, dabei die ganze Zeit Blickkontakt mit Ganondorf haltend... und nahm ihn in den Mund, um ihn zu schlucken.
_____

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Lynessa Lavellan
"Vielleicht ist der wahre größte Schatz der Welt die fiktiven Charaktere in die wir uns auf dem Weg verliebt haben."
-Ich, 2018

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Re: Ventilatorengeschichten

Beitragvon Falk Krämer » 28.07.2018, 19:39

Wertes Fräulein Lavellan,
meine Frau findet Ihre Geschichten gut.
Vielen Dank für die freien Stunden, die Sie mir bescheren.

Herzlichst,
Falk Krämer

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Re: Ventilatorengeschichten

Beitragvon Hans Gurtner » 16.08.2018, 23:14

Werte Frau Lavellan.

In Ihrer Geschichte bändigten Sie Ihr Haar im Badezimmer. Darf ich Ihnen einen Tipp geben ?
Also ich verquirle 2 Hühner Eier und wasche meine Haarpracht damit. Hernach mit Essigwasser gespült sind Selbige nicht mehr widerspenstig.
Sie gerne in der Haarpflege beratend. Hans Gurtner.
:Bibel

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Re: Ventilatorengeschichten

Beitragvon Bianca T. » 17.08.2018, 22:51

Herr Gurtner,

wie sind Sie denn auf diesen Tipp gekommen?

Interessiert,
Bianca.

Frau Lavellan,
ich wollte ihnen auch mal mein Lob aussprechen. Sehr gut geschrieben, vielleicht könnte man ein wenig mehr davon schreiben WIE oder WAS die Charaktere tun, nur als kleiner Tipp.

Mit freundlichen Grüßen,

Bianca

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Re: Ventilatorengeschichten

Beitragvon Hans Gurtner » 17.08.2018, 23:27

Werte Frau Bianca.

Der Tipp mit dem Hühnerei. Eines Nachts fand ich mich im Hühnerstall des Nachbarn wieder. Ich muss wohl schlafgewandelt sein, denn anders lässt es sich nicht erklären, warum ich um Mitternacht mit einem Korb in der Linken, und einer Taschenlampe in der Rechten im Schlafgewand in einem fremden Hühnerstall stehe. Als ich niesen musste weckte ich dabei den Nachbarn welcher sogleich herbeieilte und mir 2 Eier aus einem Hühnernest an Kopf warf. Die Beleidigungen die er dabei rief will ich hier weglassen. So versaut ergriff ich die Flucht um mir zu Hause im Holzzuber die Haare mit klarem Wasser zu reinigen. Als diese trocken waren fühlte ich, dass die Haare weich und geschmeidig waren. Also nicht wie üblich nach dem Haarewaschen mit Kernseife, wo selbige strohig und steif wie eine tote Katze vom Kopfe standen.
Mich empfehlend und mir ein Ei an den Kopf werfend. Hans Gurtner.
:Bibel


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