Sünden und Tragödien

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Lynessa Lavellan
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Re: Sünden und Tragödien

Beitragvon Lynessa Lavellan » 28.10.2017, 20:31

Werter Herr Kirsch,

sowas nennt man gemeinhin Wunschdenken.

Musik hörend,
Lynessa Lavellan
"Vielleicht ist der wahre größte Schatz der Welt die fiktiven Charaktere in die wir uns auf dem Weg verliebt haben."
-Ich, 2018

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Re: Sünden und Tragödien

Beitragvon OsnaLady » 03.11.2017, 17:56

Geschätztes Fräulein Lavellan!
Die Bande hieß "Sinne und die Tragödien" (unredl.: „Sins and Tragedies“)

Der englische Begriff "Sins" steht für "Sünden", nicht für "Sinne". Glauben Sie mir, mit Sünden kenne ich mich bestens aus!

Grüße aus Osnabrück
Eure OsnaLady
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Re: Sünden und Tragödien

Beitragvon Lynessa Lavellan » 03.11.2017, 19:06

Wertes Fräulein OsnaLady,

in der Tat, aber so habe ich es auch nicht geschrieben. Das zeigt schon alleine die Anmerkung
(unredl. "Sins and Tragiedies")
, die vorher nicht vorhanden war. Offenbar hat da jemand an meiner Geschichte rumgepfuscht. Zwar benutze ich diese Art Anmerkungen in meinen regulären Beiträgen hier, sehe aber in meinen Geschichten in der Regel davon ab, um den Fluss der Erzählung nicht zu stören.

Wütend,
Lynessa Lavellan
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Re: Sünden und Tragödien

Beitragvon Lynessa Lavellan » 09.08.2018, 18:01

Werte Gemeinde,

nach viel zu langer Zeit präsentiere ich nun den nächsten Teil der Geschichte.


Kapitel 2
Endzeit in der Eiszeit


Die Eisdiele, in der wir oft unsere Nachmittage verbrachten, war nicht weit von der Schule entfernt. Es war einer dieser fröhlichen Orte, an der Leute wie wir mit unserer dunklen Kleidung komplett deplaziert wirkten. Aber wir kannten die Besitzerin, und für sie waren wir immer gern gesehene Gäste. Und man konnte dort großartige Eisbecher mit Gothic-Theme bekommen.
Es war ein schöner Tag; keine einzige Wolke war am Himmel zu sehen, also ließen wir uns an einem Tisch draußen nieder und reichten die Karte herum.
Die Kellnerin, die ebenfalls auf unsere Schule ging, kam zu uns und lächelte. „Ich hab euch heute bei der Probe gesehen. Ihr seid echt genial! Also, was darfs sein?“
„Ein Dracula, drei Kirschrosen und zwei Schokoladenmilchshakes.“
„Kommt sofort!“, trällerte sie und tänzelte davon.
„Es geht mir einfach nicht in den Kopf rein, wie sie so fröhlich sein kann. Ich meine, wenn man bedenkt, wer ihre Eltern sind“, kommentierte Ebony.
Mephisto zuckte mit den Schultern. „Deswegen arbeitet sie doch hier. Um genug Geld für eine eigene Wohnung zusammenzukratzen.“
Wir warteten schon ein paar Minuten, da hörten wir plötzlich einen Mann schreien:„Das Ende der Welt ist nah! Der HERR hat jene, die der Hölle nahe sind, mit widernatürlichen Kräften gezeichnet, sodass wir, seine Kinder, diese Schlangen erkennen und ausmerzen können!“
„Ahhh shit“, seufzte Daemon und rieb sich die Schläfen. „Seit wann hängen diese Typen denn hier rum?“
Die Kellnerin kam gerade mit unserer Bestellung zurück. „Oh je, nicht er schon wieder. Der Kerl kommt seit einer Woche jeden Tag her und belästigt die Gäste. Keine Sorge, ich sage der Besitzerin, dass er wieder da ist.“ Sie stellte die Eisbecher und Shakes auf dem Tisch ab und verschwand dann wieder im Laden.
Ich versuchte, das Geschrei zu ignorieren, und widmete mich stattdessen meinem Eis. Wie immer schien es mir eigentlich zu schön zum Essen; ein Bouquet perfekt geformter Rosen aus Kirscheis, dekoriert mit gezuckerten Rosenblättern. An der Art, wie sie die Lippen schürzte, konnte ich sehen, dass Ebony ähnlich dachte wie ich. Mephisto indessen machte sich über seinen Dracula her, eine Mischung aus Kirsch- und Walnusseis in einer sargförmigen Schale.
Ich war so in meinen Eisbecher vertieft, dass ich zuerst nicht bemerkte, wie die Stimme des Endzeit-Predigers näher kam.
„Lillith, pass auf-“
Zu spät. Ein Schwall eiskalten Wassers würde mir über den Kopf gegossen, durchweichte meinte Kleidung und ruinierte zu allem Überfluss meinen Eisbecher. Mein unteres Augenlid begann, zu zucken, als ich aufstand und mich umdrehte.
Der Mann hatte einen Eimer in der Hand, auf den er mit zittriger Hand ein (sehr schiefes) Kreuz gezeichnet hatte.
Er schrie mir ins Gesicht:„Verlasst dieses Mädchen, Dämonen! Verlasst dieses Mädchen und kehrt in die Hölle zurück! Die Macht Christi bezwingt euch! Die Macht Christi bezwingt euch!“
Ich atmete tief durch, um mich zu beruhigen, aber meine Fingernägel gruben sich schmerzhaft in meine Handflächen. Ich hatte nicht schlecht Lust, den Kerl bei lebendigem Leibe zu kochen, doch mir kam jemand zuvor. Ein Klumpen Eis schleuderte ihn zu Boden, und zum selben Zeitpunkt trat Pauline, die Besitzerin der Eisdiele, sichtlich ungehalten aus dem Laden.
„Sie schon wieder! Reicht es nicht, unsere Gäste mit Ihrem Geschrei zu belästigen? Müssen Sie nun auch handgreiflich werden?!“ Sie kam auf ihn zu und ich fand mich an das Bildnis eines Racheengels erinnert. Bei dem Gedanken musste ich schmunzeln.
Während Pauline sich mit dem Plagegeist beschäftigte, kam Daemon zu mir und legte mir seine Jacke um die Schultern. „Hier, damit du dich nicht erkältest.“
Die Nähe zu ihm ließ mich wieder ruhiger werden. Es war einer der Gründe, warum ich mich in Daemon verliebt hatte; die Ruhe, die er ausstrahlte. Seine tiefroten Augen sahen kurz in meine, richteten sich aber dann auf das Geschehen vor uns. Pauline hatte den Mann mit ihrer Magie festgenagelt, und rief der Kellnerin, die etwas erschrocken am Eingang der Eisdiele stand, zu:„Julia, sei ein Schatz und ruf die Polizei. Ich werde dafür sorgen, dass dieser Mann sich hier zum letzten Mal sehen gelassen hat.“
„Natürlich, Ms. Aisnley. Sofort.“

Wir warteten noch, bis die Polizei da war, um unsere Zeugenaussagen abzugeben, und danach bot Pauline uns noch einen Tee für die Unannehmlichkeiten an. Wir ließen uns mit ihr im Hinterzimmer der Eisdiele nieder, während sie in der Küche werkelte. Es gehörte zu Paulines Wohnung und strahlte ebenso eine Wärme und Heimeligkeit aus wie Pauline selbst. Eigentlich seltsam, wo sie doch eine Eismagierin war.
„Weißt du, Pauline, ein Tee aus dem Laden hätte auch gereicht“, ließ ich sie wissen. So oder so, ich war froh über ein warmes Getränk. Trotz Daemons Jacke und seinem schützenden Arm, der um meine Schultern gelegt war, fing ich doch langsam a zu zittern.
Sie kam mit einer alten Teekanne aus Zinn wieder. Privat kochte sie Tee gerne ganz traditionell, und ehrlich gesagt schmeckte es so auch besser. Vielleicht lag das aber auch an ihren selbstgemachten Teemischungen. Sie goss jedem von uns eine Tasse ein.
„Siehs doch mal so, Lillith“, begann Mephisto zögerlich. „Immerhin kannst du dir dann heute Abend das Duschen sparen?“
Ich sah ihn an und konnte mir ein leises Kichern nicht verkneifen.
„Das ist nicht witzig, Mephisto“, wies Ebony ihn streng zurecht. „Diese Prediger haben allesamt einen an der Klatsche. Wir können froh sein, dass es nur Wasser war, und nichts Schlimmeres.“
„Das stimmt allerdings.“ Elvira spielte mit den Säumen ihrer Jeansjacke herum, obwohl diese ohnehin schon ziemlich ausgefranst waren. „Ich hab furchtbare Geschichten gehört. Einer dieser Prediger soll einen jungen Magier entführt und ausgepeitscht haben. Als man ihn festnahm, hat er nur irgendwas davon gebrabbelt, dass Züchtigung der einzige Weg sei, seine Seele zu retten... oder sowas.“
„Uh, sag sowas nicht, da kriegt man ja Gänsehaut.“ Ebony rieb sich die nackten Oberarme.
Pauline, die ganze Zeit zugehört hatte, seufzte. „Es ist traurig, dass man aus den Fehlern von früher nichts gelernt hat.“ Dann wandte sie sich mit etwas hellerem Gesichtsausdruck an Daemon und mich. „Und wie geht es mit eurer Band voran? Jessica hat mir erzählt dass ihr von Tag zu Tag besser werdet. Und auch beliebter.“
Eine Weile unterhielten wir uns noch über unsere Fortschritte als Band, dann verabschiedeten wir uns.
Von Mephisto und Ebony verabschiedeten wir uns sofort, da sie in eine andere Richtung mussten als Elvira, Daemon, Lucifer und ich, die im selben Gebäude wohnten.
Als wir uns dem Komplex näherten, blieb Elvira plötzlich stehen.
Ich sah zu ihr. „Alles in Ordnung, Elvira?“
Sie verharrte einige Sekunden, schüttelte dann aber den Kopf. „Nein, es ist nichts. Ich hab mir nur was eingebildet.“
Ich zuckte mit den Schultern, aber als ich mich wieder umdrehte, um weiterzugehen, hätte ich schwören können, einen blonden Haarschopf hinter der nächsten Straßenecke verschwinden zu sehen.

____

Schreibend,
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Re: Sünden und Tragödien

Beitragvon Hans Gurtner » 12.08.2018, 21:19

Werte Frau Lavellan.

Sie haben sich ja die Finger wund geschrieben, sapperlot. Leider habe ich nicht die Zeit als Vollerwerbslandwirt all das zu lesen.
Könnten Sie das Geschriebene auf zwei Sätze zusammenfassen ?
Fragend, und darum bittend, Hans Gurtner.
:Bibel

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Re: Sünden und Tragödien

Beitragvon Lynessa Lavellan » 22.08.2018, 17:59

Werter Herr Gurtner,

wenn Sie möchten.
Die Protagonisten gehen in ihre Stammeisdiele, wo sich zu der Zeit auch ein Prediger befindet, der behauptet, das Auftauchen magischer Kräfte bei Menschen sei ein Zeichen dass die Endzeit naht. Er beschließt, bei Lillith, der Anführerin der Gruppe, einen stümperhaften Echsorzismus durchzuführen, was aber mit seiner Verhaftung und einer sehr gereizten Lillith endet.

Zusammenfassend,
Lynessa Lavellan
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Re: Sünden und Tragödien

Beitragvon Hans Gurtner » 22.08.2018, 20:15

Werte Frau Lavellan.

Ich zitiere, beziehungsweise, kopiere Sie. .......sei ein Zeichen, dass die Endzeit naht. Muss es nicht heißen.
.....sei ein Zeichen, dass die Erntezeit naht ? Ansonsten eine sehr nette Geschichte.
Sie lobend und ein Gebet anstimmend, Hans Gurtner.
Echsorzismus. Hinweisend, noch einmal Hans Gurtner.

Werter Herr Gurtner. Vielen Dank für diesen Hinweis.
Möglicherweise schaffen Sie es, das Fräulein Lavellan zu bekehren. Ihr A. Kreuzer
:Bibel

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Re: Sünden und Tragödien

Beitragvon Lynessa Lavellan » 23.08.2018, 13:32

Werter Herr Gurtner,

mit Endzeit ist in diesem Falle das Ende der Welt gemeint, nicht die Erntezeit.

Erklärend,
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Re: Sünden und Tragödien

Beitragvon Hans Gurtner » 24.08.2018, 15:36

Werter Herr Kreuzer, werte Frau Lavallan.

Werter Herr Kreuzer, ich werde mich mit all meinem christlichen Eifer bemühen Frau Lavellan an meinen Hof zu bekommen.
Die Zeit ist langsam reif, und die Ernte ebenso. Schon in wenigen Wochen kann sie mir bei der Ernte zur Hand gehen, was dann sicher in Anbetracht ihres schmächtigen Körperbaues und ihrem Unwissen die Arbeit betreffend, ihre Endzeit sein wird.
Werte Frau Lavellan, bitte rufen Sie die Vorwahl von Tuttlingen und die Nummero 08154711.
Ich werde dann sogleich mit Ihnen einen Arbeitsvertrag aufsetzen, und die Taufe für Sie bereitend.
Mich wartend vor dem Fernsprechtelegraphen setzend, und auf Ihren Anruf wartend, Hans Gurtner.
:Bibel

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Re: Sünden und Tragödien

Beitragvon Lynessa Lavellan » 24.08.2018, 19:46

Werter Herr Gurtner,

leider muss ich Ihr freundliches Angebot in aller Höflichkeit ablehnen, da ich absolut kein Interesse daran habe, für Sie zu arbeiten.

Informierend,
Lynessa Lavellan
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